Barrierefrei leben

Portraits aus dem Leben – Interessante Projekte und bemerkenswerte Personen

In unserem neuen Bereich „Portraits“ berichten wir Ihnen über außergewöhnliche Persönlichkeiten, die sich als Blogger, Redakteure oder auf andere Weise mit ihrer Behinderung oder ihrer Lebenssituation im Alter auseinandersetzen. Wir möchten damit interessanten Projekten und beeindruckenden Geschichten aus den Bereichen Barrierefreiheit, Inklusion, Leben mit Behinderung oder auch Leben im Alter eine Plattform bieten.

Lernen Sie hier verschiedene Blickwinkel auf diese Themenbereiche kennen. Was bewegt beispielsweise einen E-Rolli-Fahrer im Alltag? Wie wird der Umgang mit Behinderten in der Gesellschaft wahrgenommen? Wie managt eine Mutter ihre Familie, wenn sie selbst im Rollstuhl sitzt? Um Ihnen einen tiefergehenden Einblick zu gewähren, haben wir verschiedene Persönlichkeiten interviewt und stellen Ihnen interessante Projekte und Webseiten vor.

Auf seiner Website "Pflege durch Angehörige" hat es sich Otto Beier zur Aufgabe gemacht, anderen Menschen aufgrund seiner eigenen Erfahrung mit Pflegebedürftigen zu helfen.

Mehr zur Pflege durch Angehörige

Der SES ist die führende deutsche Entsendeorganisation für ehrenamtliche Fach- und Führungskräfte im Ruhestand oder einer beruflichen Auszeit.

Mehr zum Senior Experten Service

Für mehr Inklusion in der Gesellschaft: Die beiden Rollstuhlfahrer Lisa Schmidt und David Lebuser erzählen, was sie motiviert und wie sie andere motivieren wollen.

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Das ist die Inklusionskampagne des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes – Henning Schulze erzählte uns mehr im Gespräch. 

Mehr zur Inklusionskampagne des DRS

Der Bundesverband Initiative 50Plus setzt sich für die Generation Ü-50 ein. Lesen Sie im Interview mit dem Landesvorsitzenden mehr.

Mehr zum Bundesverband Initiative 50Plus

Steffen Marquardt sprach mit uns zum Netzwerkprojekt Inklusionskultur und zu seinen Erfahrungen im Bereich Inklusion.

Mehr zum Netzwerkprojekt Inklusionskultur

Aktuelles von Menschen für Menschen mit Behinderungen, das bietet die Plattform kobinet-nachrichten – regional und bundesweit.

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Der Blogger Marcel Renz nennt seinen Blog den „Alltagsknigge für den Umgang mit E-Rollstuhl-Fahrern“. Darin schreibt er über seine Erfahrungen als E-Rolli-Nutzer, seine Aktivitäten und über Themen, die ihm besonders am Herzen liegen.
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Den Blog „wheelymum“schreibt eine junge Mutter mit Behinderung , die über das Familienleben mit seinen Herausforderungen berichtet. Hier können Sie als Leser erfahren, wie „wheelymum“ ihr Leben trotz Handicap mit viel Freude angeht.
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Wie sich das Leben einer kleinen Familie gestaltet, wenn Mama im Rollstuhl sitzt, erfahren Sie auf dem Blog „Rollimami“ von Nici. Die Bloggerin lässt ihre Leser an den Besonderheiten und Erlebnissen ihres Lebens teilhaben.
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Haben auch Sie ein Projekt, das Ihnen am Herzen liegt?

Oder möchten Sie auf eine bestimmte Problematik aufmerksam machen?
Wir veröffentlichen interessante Beiträge aus den Bereichen Barrierefreiheit, Leben im Alter sowie Leben mit Behinderung.

Senden Sie uns einfach eine Nachricht an presse@treppenlift-ratgeber.de. Wir freuen uns auf Ihre Geschichte!

Leben mit Behinderung in der Gesellschaft

Auch in unserer heutigen Gesellschaft bestehen im Umgang mit behinderten Menschen noch immer einige Unsicherheiten. Oft ist die Neugierde groß, doch die meisten Menschen ohne Behinderung wissen nicht, wie sie sich gegenüber Behinderten verhalten sollen und dürfen. Viele schauen deshalb weg oder meiden gänzlich den Kontakt. Gerade dies ist jedoch der falsche Weg und entspricht meist nicht dem, was sich Menschen mit Behinderung für den Umgang mit ihren Mitmenschen wünschen.

Daher ist es wichtig, dass Nicht-Behinderte die Bedürfnisse und Fähigkeiten von Behinderten verstehen lernen, dass sie ihre Berührungsängste ihnen gegenüber verlieren. Oft steht die Furcht vor dem Unbekanntem, vor dem Ungewohnten hinter der Distanz. Hier spielen Austausch und Information eine bedeutende Rolle. Ob Aufklärung nun in der Form eines Blogs oder möglicherweise sogar im direkten Dialog geleistet wird, ist zunächst einmal zweitrangig. Wer den Mut für den ersten Schritt aufbringt, sich Zeit nimmt und mit Interesse auf den jeweils anderen zugeht, der hat die größte Hürde schon genommen.

Bereits das Grundgesetz besagt, dass Behinderte ein Recht auf Gleichberechtigung, auf Teilhabe und auf Selbstbestimmung haben. Menschen mit Handicap sollten sich immer wieder Ihren eigenen Wert vor Augen führen, denn eine Behinderung macht einen Menschen nicht besser oder schlechter.

Leben mit Behinderung in unserer Gesellschaft

Für Nicht-Behinderte gilt es, Vorbehalte abzulegen und sich mit dem Alltag Behinderter intensiver auseinandersetzen, damit ein gleichberechtigtes Leben mit und ohne Handicap möglich ist.

Es liegt an uns, das Leben auf dieser Welt für jeden einzelnen lebenswert zu gestalten. Machen wir etwas daraus!

Inklusion und Integration

Bei der Auseinandersetzung mit Behinderung in unserer Gesellschaft wird aktuell viel über die Themen Inklusion und Integration diskutiert.

Seit 2009 gilt in Deutschland die Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention und mit ihr Artikel 24, der besagt, dass Menschen mit Handicap das Recht auf gemeinsame Bildung an einer Regelschule haben. Da in Deutschland Bildung aber Ländersache ist, wurden die Vorgaben in den Bundesländern sehr unterschiedlich umgesetzt. Während sich einige Länder noch schwer tun, werden andernorts schon große Erfolge bei der Inklusion gefeiert.

In einer inklusiven Gesellschaft ist es normal, verschieden zu sein. Auch wenn Kinder mit Behinderung jetzt an den Regelschulen unterrichtet werden und die Entwicklung des Zusammen-Lernens und Sich-Helfens von Schülern mit und ohne Handicap immer besser funktioniert, ist Inklusion doch letztlich eine Frage des Geldes. Viele gute Pläne und Vorhaben scheitern noch an fehlenden finanziellen Mitteln und am Lehrer- und Personalmangel an den Schulen. Somit können die ambitionierten Ziele, die im Rahmen der Inklusion gesteckt wurden, nicht so schnell und einfach umgesetzt werden, wie es von allen Seiten gewünscht ist.

Das Älterwerden in unserer Gesellschaft

Senioren machen einen immer größer werdenden Teil in unserer Gesellschaft aus. Insbesondere in Deutschland wird der demografische Wandel heftig diskutiert. Die Herausforderungen, die der demografische Wandel mit sich bringt, sind vielfältig und reichen von der Gestaltung des Berufs- und Arbeitslebens, über Möglichkeiten der Freizeitgestaltung bis hin zur Finanzierung der Rente. Generell stellt sich die Frage, wie Menschen im Alter bestmöglich an unserer Gesellschaft teilhaben können.

Viele Menschen beschäftigen sich ungern mit dem Älterwerden, denn es wühlt ureigene Ängste auf, wie Verlust von Eigenständigkeit durch Abnahme geistiger oder körperlicher Fähigkeiten, Ausgrenzung aus dem sozialen Umfeld, Einsamkeit sowie die Konfrontation mit der eigenen Sterblichkeit. Ein künstlicher, in der Gesellschaft vorgelebter Jugendwahn kann zusätzlich Druck aufbauen. Darüber hinaus nehmen sich viele in einem vollen Alltag wenig Zeit für die Auseinandersetzung mit dem Thema Älterwerden und für die Begegnung mit älteren Menschen, wenn diese nicht gerade zur Familie oder zum Freundeskreis gehören. So entstehen Berührungsängste und ein künstlicher Abstand zwischen Jüngeren und Älteren.

Dabei hat das Älterwerden viele positive Seiten: Dank des medizinischen Fortschritts sind viele Senioren auch im Alter noch gesund und fit. Viele nutzen die Zeit in ihrem Ruhestand für eine Reihe von Aktivitäten, unternehmen Reisen oder engagieren sich ehrenamtlich. Es gibt immer mehr Möglichkeiten und Angebote sowohl ausschließlich für Senioren als auch inklusive für Jüngere und Ältere.

Ältere Menschen aktiv in unserer Gesellschaft

Auch beim Nachlassen körperlicher und geistiger Fähigkeiten gibt es heutzutage viele effiziente Wege, trotzdem unabhängig und aktiv zu bleiben. Hier helfen Hilfsmittel wie Treppenlifte, aber auch durch das Training von körperlicher und geistiger Fitness. Dazu gehört die körperliche Bewegung, der Denksport, ein intaktes soziales Umfeld, Entspannung und eine gesunde Ernährung.

Was für die Integration von behinderten Menschen gilt, ist auch für Senioren relevant: Aufklärung und Auseinandersetzung mit dem Älterwerden vermindert Ängste und ist der erste Schritt zur einer inklusiven, integrativen Gesellschaft.

Barrierefreiheit im Alltag

Eine wichtige Voraussetzung für die Integration von Menschen mit Handicap und Senioren in allen Bereichen unserer Gesellschaft ist die Barrierefreiheit. Denn um aktiv und gleichberechtigt am Alltag teilnehmen zu können, müssen körperlich eingeschränkte oder gehbehinderte Menschen auch mobil sein und sollten möglichst eigenständig die gleichen Wege zurücklegen können wie andere.

Barrierefreiheit beginnt schon im eigenen Zuhause. Lässt zum Beispiel im Alter die körperliche Beweglichkeit nach, sollte die Wohnumgebung altersgerecht und damit barrierefrei gestaltet werden. Treppen können durch einen Treppenlift überwunden werden, Räume und das Mobiliar sollten einen stufenlosen Zugang ermöglichen.

Barrierefreiheit ist wichtig in der Wohngegend

Geht es um die Wohngegend und die Infrastruktur im Wohngebiet, sind die Kommunen in der Pflicht, eine Nutzung der Gehwege, öffentlichen Einrichtungen und auch des öffentlichen Nahverkehrs durch Rollstuhlfahrer und Menschen mit Gehhilfen zu gewährleisten. Bei neueren Bauprojekten wird das zunehmend berücksichtigt, da es Auflagen gibt, die eine Barrierefreiheit mit vorsieht.

Auch bei einem größeren Bewegungsradius gibt es immer mehr Möglichkeiten für Menschen mit Handicap und für Senioren, eigenständig Distanzen zu überwinden und Reisen zu unternehmen. Einschränkungen der Mobilität sind längst kein grundsätzliches Hindernis mehr. Immer mehr Reiseveranstalter kennen sich mittlerweile mit den Bedürfnissen älterer und behinderter Urlauber aus und können entsprechend passende Angebote liefern.

Damit gibt es viele positive und zukunftsorientierte Entwicklungen im Sinne der Barrierefreiheit. Nach wie vor gilt jedoch: Es gibt noch viel zu tun.

Bildquellen:
Lisa Schmidt und David Lebuser: Copyright: Andi Weiland | Gesellschaftsbilder.de; "wheelymum": Copyright: Andi Weiland

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