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So unterstützen Treppenlifte im Alter

Ein Treppenlift eignet sich für Pflegefälle

Treppenlifte sind im Alter ein adäquates Hilfsmittel, um die Selbstständigkeit und Mobilität im eigenen Wohnraum zu erhalten. Ein Treppenlift ermöglicht es, alle Räumlichkeiten so lange wie möglich zugänglich und nutzbar zu machen. Zudem sind Lifte auch für pflegende Angehörige oder Pflegepersonal eine Entlastung. Ab dem 70. Lebensjahr steigt die Pflegebedürftigkeit stark an, im Alter allein Wohnen wird für viele immer schwerer. Jeder Vierte über 70-Jährige muss umsorgt werden und kann den Alltag nicht mehr ohne fremde Hilfe bewältigen. Bei den über 80-Jährigen ist es schon jeder Dritte. 

Lifte bei hoher Pflegebedürftigkeit

Angehörige und das Pflegepersonal von pflegebedürftigen Menschen sind täglich körperlichen Belastungen ausgesetzt. Pflegebedürftigen Menschen müssen gewaschen, angezogen und versorgt werden. Dabei findet oft eine Umsetzung vom Bett etwa auf den Rollstuhl oder in die Badewanne statt. Das erfordert einiges an Kraftanstrengung. Ein Lift kann Abläufe im Alltag vereinfachen.

Plattform- und Hublifte helfen vor allem Rollstuhlfahrern beim Bewältigen von Höhenunterschieden wie Treppenstufen oder Etagen, denn der Rollstuhl muss während der Fahrt nicht verlassen werden. Da sie mit Sicherheitswänden und einer Fernbedienung ausgestattet sind, mit der eine betreuende Person den Lift steuern kann, sind sie auch für den Transport von mehrfachbehinderten Menschen geeignet. Durch die einfache Bedienbarkeit kann ein solcher Lift aber selbstverständlich auch eigenständig genutzt werden.

Bei hochgradigen Mobilitätseinschränkungen, wie sie beispielsweise durch Parkinson, Multiple Sklerose oder einer Querschnittslähmung verursacht werden, helfen zusätzlich sogenannte Lifter. Sie ähneln einem Kran, der mit einem Schwenkarm ausgestattet ist, welcher Pflegepersonal oder Angehörige beim Umsetzen unterstützt. Einige Modelle ermöglichen den Betroffenen sogar eine selbstständige Bedienung.

Lifte bei Bewegungseinschränkung

Auch für Senioren, die nicht auf eine umfangreiche Unterstützung von anderen Personen angewiesen sind, ist ein Treppenlift in einigen Fällen ratsam. Dieser stellt sicher, dass die Selbstständigkeit in den eigenen vier Wänden gewahrt bleibt. So kann Wohnen im Alter sicher und komfortabel gestaltet werden. Ein wichtiges Stichwort in diesem Zusammenhang ist sicherlich das barrierefreie Wohnen.

Wenn Stufen oder Treppen aufgrund von Bewegungseinschränkungen wie Arthrose nicht mehr mühelos und gefahrlos überwunden werden können, sollte über die Anschaffung eines Treppenlifts nachgedacht werden. Für Menschen, die in ihrer Mobilität nicht so stark eingeschränkt sind und sich noch mit einem Gehstock oder Rollator fortbewegen können, eignen sich Sitzlifte. Für Rollstuhlfahrer kommt ein Sitzlift nur infrage, wenn der Betroffene in der Lage ist, selbstständig Rollstuhl und Sitzlift zu wechseln.

Sitzlift

Im Überblick: Welcher Lift bewährt sich im Alter?

Sitzlift
Sitzlifte eignen sich besonders für Personen mit eher geringen Bewegungseinschränkungen, die Mühe bei der Bewältigung von Stufen haben aber sich sonst noch selbstständig bewegen können. Sitzlifte sind besonders platzsparend.
 

Plattformlift
Dieser Lifttyp eignet sich besonders für Rollstuhlfahrer, denn sie können direkt auf den Plattformlift fahren und müssen nicht umgesetzt werden. Im Vergleich zum Sitzlift nimmt der Plattformlift allerdings mehr Platz in Anspruch.


Hublift
Hublifte sind ideal zum Überwinden von wenigen Stufen oder Treppen von bis zu 3 Metern Höhe. Daher finden Hublifte vor allem im Außenbereich Verwendung. Im Vergleich zum Plattformlift ist der Hublift deutlich günstiger und muss weniger gewartet werden.


Bedienbarkeit für Ältere

Bedienfeld für einen Treppenlift

Ein Treppenlift lässt sich problemlos auch von älteren Menschen bedienen. Bei einem Sitzlift sorgt ein einziger Hebel dafür, dass der Treppenlift herauf und herunterfährt. Der große Bedienhebel an der rechten – oder wahlweise – der linken Armlehne reagiert auf Druck in die gewünschte Fahrtrichtung und setzt den Lift in Bewegung. Der Treppenlift fährt, solange der Hebel gedrückt bleibt. Der Hebel ist ohne Kraftaufwand zu betätigen und so robust, sodass er fast jede Belastung mitmacht.

Ist der Lift in seiner Parkposition am Ende der Schiene angekommen, halten die meisten Lifte von selbst und laden ebenso vollautomatisch die Batterie. Ein erneutes Drücken des Bedienhebels setzt den Lift wieder in Bewegung. Befindet sich ein Hindernis auf der Treppe, stoppen die heutigen Lifte ebenfalls von allein. Die Bedienung des Treppenlifts sollte nach dem Einbau zudem detailliert vom Monteur erklärt werden.

Ebenso einfach, wie mit einem Treppenlift zu fahren, ist es, den Treppenlift zu rufen oder in seine Ladeposition zu schicken. Hierfür liefern die Hersteller Funkfernbedienungen mit, die durch zwei Tasten – „Auf“ und „Ab –“ betätigt werden und den Lift herauf oder herunterfahren lassen. Verschiedene Liftmodelle haben drehbare Sitze, die es erlauben, die Treppe seitlich oder gerade hinauf oder hinunter zu fahren. Einige Liftmodelle drehen den Sitz bei Ankunft in der Parkposition automatisch in die Ausstiegslage.


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