Lifttypen

Wie Sie mit einem Außenlift den Außenbereich barrierefrei machen

Barrierefreiheit sollte nicht an der Tür zum Garten enden. Für ältere Menschen mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit kann es zu einem Problem werden, wenn der Außenbereich ihres Grundstücks nur über Stufen zugänglich ist. Deshalb gibt es spezielle Außenlift-Modelle, die neben ihrer Allwettertauglichkeit auch viel zusätzlichen Komfort bilden. Sie erlauben den barrierefreien Zugang zum Garten oder zur Hauseinfahrt.

Wann ist ein Außenlift sinnvoll?

Ein Außenlift ist dann sinnvoll, wenn ältere oder behinderte Menschen aufgrund körperlicher Einschränkungen nicht mehr imstande sind, über Treppen zum Garten oder vor das Haus zu gelangen. Zudem werden Stufen bei Feuchtigkeit und Nässe schnell rutschig, im Winter glatt, was einen zusätzlichen Risikofaktor darstellt. Gerade ältere Menschen gehen mit einem Außenlift auf Nummer sicher, wenn Schnee und Eis die Treppenstufen draußen bedecken.

Den passenden Außenlift finden

Für Treppenlifte im Außenbereich gibt es mehrere unterschiedliche Modelle. Welches dieser Modelle zur betroffenen Person passt, ist größtenteils von der jeweiligen Bewegungseinschränkung und der Art der Nutzung abhängig.

Als Alternative zum Treppenlift kann ein Außenaufzug flexibel als klassischer Personenaufzug oder Lastenaufzug dienen. Durch seine Größe eignet er sich vor allem für Menschen im Rollstuhl, mit Rollator oder mit anderen Gehhilfen.

Ausstattungsmerkmale von Außentreppenliften

  • eine schmale Aluminiumschiene mit geschützter Zahnstange
  • feuchtigkeitsresistentes und UV-beständiges Oberflächenmaterial
  • verzinkte, pulverbeschichtete Füße
  • verzinktes Motor-Chassis
  • wasserdichte Schalter

Hub- und Plattformlifte sind ebenso geeignet für Menschen im Rollstuhl und mit Gehhilfen, aber kleiner und somit auch günstiger als Außenaufzüge. Während der Hublift sich eher wie ein Aufzug verhält und Personen vertikal nach oben befördert, ist der Plattformlift ein Treppenlift, der sich entlang des Treppenverlaufs bewegt. Beide Arten verfügen über eine Fläche, die sich mit Rollstuhl und Gehhilfe einfach erreichen lässt und somit aufwändiges Umsetzen vermeidet.

Außenlift im Schnee

Ist kein Umsetzen nötig, eignet sich ein Sitzlift bzw. ein klassischer Treppenlift. Er verläuft entlang des Geländers oder der Treppenstufen und verfügt über einen Sitz anstatt einer Plattform.

Egal, auf welches Modell die Entscheidung am Ende fällt: Bei einem Außenlift muss vor allem auf Sicherheit und Witterungsbeständigkeit geachtet werden. 

Er befindet sich zu jeder Jahreszeit im Außenbereich im Einsatz und wird häufig gerade dann besonders wichtig, wenn Treppenstufen durch Schnee und Eis bedeckt sind. Um für alle Wetterbedingungen gewappnet zu sein, sind eine widerstandsfähige Verarbeitung und eine Ausstattung mit robusten, korrosionsbeständigen Materialien nötig.

Sitzlifte für den Außenbereich

Ein Außenlift funktioniert genauso wie ein Sitzlift im Innenbereich, wird aber so robust gefertigt, dass er jeder Witterung standhält. Hier geht es nicht nur um eine feuchtigkeitsresistente Ausstattung. Gerade extreme Wetterbedingungen wie starke Hitze oder Kälte erfordern ein Oberflächenmaterial, das jedem Klima trotzt.

Bei Außenliften bedeutet dies, dass beispielsweise der Antrieb versiegelt ist und Bedienelemente verkapselt sind, damit Regen, Schnee, Sonne oder Wind der Elektronik nichts anhaben können.

Zudem sind die Drehsitze von Außenliften meist wasserabweisend und leicht zu reinigen. Auch die Bedienung der Technik erfolgt bei den Modellen für den Außenbereich genauso wie bei Treppenliften für den Innenbereich.

Der Einbau von Außenliften ist relativ simpel. Außentreppen sind häufig gerade gebaut, somit ist die Schiene einfach zu verlegen. Sie wird oben und unten auf dem gepflasterten Boden befestigt und auch auf den Treppenstufen fixiert.

Hierfür werden kleine Löcher in die Treppenstufen gebohrt und die Schiene fest verschraubt. Wie auch bei Innenliften kann die Schiene an beiden Seiten der Treppe angebracht werden.

Außenlift Sitzlift

Auch in puncto Sicherheit und Komfort verfügen Außenlifte über die gleichen Funktionen wie Treppenlifte für den Innenbereich. Die meisten Außenlifte sind zusätzlich mit einem Schloss ausgestattet. So haben Sie jederzeit die Kontrolle über die Nutzung des Lifts und beugen Missbrauch vor. Wird der Lift zum Beispiel im Winter nicht mehr häufig benötigt, kann er mit einer Schutzhülle überzogen werden. Sie bietet gerade in den Nächten einen zusätzlichen verlässlichen Schutz vor dem Wetter. 

Außenlifte für Rollstuhlfahrer: Hub- und Plattformlifte

Neben einem herkömmlichen Außensitzlift gibt es verschiedene Alternativen, die auch für den Außenbereich geeignet und damit witterungsbeständig sind. Ein Plattformlift wird, ähnlich wie ein Sitzlift, mit einem Schienensystem am vorhandenen Treppengeländer oder auf den Stufen verankert. Dieses Modell unterscheidet sich vom Sitzlift vor allem dadurch, dass kein anstrengendes Umsetzen von einem Rollstuhl auf den Lift notwendig ist. Menschen im Rollstuhl oder mit Rollator können sich einfach auf die Plattform begeben.

Hublift Außenlift

Auch ein Hublift lässt sich von Rollstuhlfahrern und Menschen mit Gehhilfen einfacher nutzen als ein Sitzlift. Sie sind allerdings keine Treppenlifte, was bedeutet, dass sie nicht dem Treppenverlauf folgen. Stattdessen bewegen sie sich ausschließlich vertikal, wie ein kleiner Aufzug.

Beide Liftvarianten, Hub- wie auch Plattformlift, ermöglichen dem Rollstuhlfahrer somit eine barrierefreie Nutzung des Außenbereichs und gewährleisten dadurch ein ganzes Stück zusätzlicher Mobilität.

Universell für jeden nutzbar: der Außenaufzug

Wird ein klassischer Aufzug benötigt, ist aber im Inneren eines Gebäudes zu wenig Platz dafür, kann ein Außenaufzug die Lösung sein. Er ist relativ einfach und schnell im Nachhinein an die Hausfassade zu montieren, da keine aufwendigen Durchbrüche im Inneren des Hauses durchgeführt werden müssen. Der Aufzugsschacht wird direkt an der Fassade des Gebäudes errichtet und kann mit seinem Design an die Architektur des Hauses angepasst werden. Häufig bestehen die Schachtwände aus großen Glasflächen, wodurch der Aufzug im Inneren des Schachtes sichtbar ist und er damit neben seiner Funktion noch einen schönen Blickfang bietet.

Außenaufzüge sind sowohl für Rollstuhlfahrer als auch Menschen mit Rollator oder anderen Gehhilfen geeignet. Auch sind sie flexibel als Personenaufzug oder als Lastenaufzug einsetzbar. Wie schwer die Lasten sein dürfen, hängt von der individuellen Tragkraft des Aufzuges ab. Müssen schwere Lasten transportiert werden, sind dafür auch Außenaufzüge mit sehr hoher Tragkraft auswählbar.

Was kostet ein Außenlift?

Für Außenlifte ist der Preis von der Schienenlänge und der Treppenform abhängig. Auch, wenn es grundsätzlich Außenlifte für Treppenverläufe mit Kurven gibt, wird der überwiegende Teil der Außenlifte für gerade Treppen gefertigt. Da für jeden Typ Außenlift unterschiedliche Kosten anfallen, soll die folgende Tabelle Ihnen dabei helfen, sich einen Überblick zu schaffen.

Lifttyp Treppenform Preise/Kosten*
Sitzlift außen gerade € 4.500 bis € 7.500
Plattformlift außen gerade € 9.000 bis € 15.000
Plattformlift außen kurvig € 12.000 bis € 25.000
Hublift innen und außen Höhe bis 1,79 Meter € 5.700 bis € 15.000
Hublift innen und außen Höhe bis 3,00 Meter ab € 17.500
Außenaufzug - € 30.000 bis € 50.000

*Bei den angegebenen Preisspannen handelt es sich um Durchschnittspreise für Liftanlagen über eine Etage. Die Preisspanne kann je nach Anbieter variieren.


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