Ihr Ratgeber zu Treppenliften und barrierefreiem Leben

Treppenlifte gewährleisten Mobilität und Selbstständigkeit – nicht nur für Senioren. Auch in jungen Jahren können, aufgrund eines Unfalls oder einer Erkrankung, Treppen zu einem unüberwindbaren Hindernis werden. Der Treppenlift-Ratgeber stellt nützliche Tipps und Hilfsmittel vor, mit denen Sie den Alltag in den eigenen vier Wänden eigenständig und unabhängig meistern können.

Die Kosten für einen Treppenlift variieren aufgrund verschiedener Kriterien. Neben der Treppenform bestimmen auch der Lifttyp sowie persönliche Wünsche die Höhe des Anschaffungspreises. Je nach Anbieter und gebuchtem Leistungspaket können für den Treppenlift-Besitzer auch nach dem Einbau noch weitere Kosten entstehen.

Mehr zu Treppenlift-Kosten

Die Krankenkassen bezuschussen die Anschaffung eines Treppenlifts mit bis zu € 4.000,- pro pflegebedürftiger Person. Wichtig: Der Antrag muss unbedingt vor dem Einbau des Treppenlifts gestellt werden. Erfahren Sie mehr zum Krankenkassen-Zuschuss sowie zum Pflegestärkungsgesetz 2 und den aktuellen Pflegegraden.

Mehr zum Krankenkassen-Zuschuss

Treppenlifte lassen sich in über 90 Prozent aller Treppenhäuser installieren – die Montage eines Treppenlifts ist abhängig von den baulichen Gegebenheiten. Hier spielen die Form, aber auch die Breite der Treppe entscheidende Rollen. Mehr zu den Voraussetzungen entnehmen Sie unserer umfangreichen Checkliste zur Machbarkeit.


Mehr zu Treppenlift-Machbarkeit

Wie finde ich den richtigen Treppenlift für mich?

Die Auswahl des richtigen Treppenlift-Modells gestaltet sich, aufgrund des großen Angebots auf dem Markt, oftmals schwierig. Die verfügbaren Modelle erfüllen unterschiedliche Bedürfnisse und eignen sich daher für verschiedene Zielgruppen. Um bei der Auswahl nicht den Überblick über die verschiedenen Treppenlifte zu verlieren, empfiehlt sich immer eine umfassende Beratung.

Generell sind Treppenlifte in nahezu allen Treppenhäusern installierbar, da nur sehr wenige Voraussetzungen erfüllt werden müssen. Selbst in Außenbereichen sind wetterfeste Treppenlift-Modelle einsetzbar.

Die gebräuchliste Variante stellt der Sitzlift dar. Dieses Modell eignet sich besonders für Senioren sowie gehbehinderte Personen.

Plattformlifte und Hublifte sind hingegen speziell für Rollstuhlfahrer konstruiert. Diese oftmals als Rollstuhllift bezeichneten Varianten helfen Menschen mit einem Rollstuhl oder Rollator Treppen oder andere Hindernisse zu überwinden.

Fällt Ihnen das Hinsetzen und Aufstehen schwer, bietet ein Stehlift eine angenehme Alternative zum herkömmlichen Treppenlift. Dieser Lifttyp wurde speziell für Personen konzipiert, welche aufgrund von Gelenkerkrankungen weniger beweglich sind, und ermöglicht einen gelenkschonenden Transport.

Checkliste zum Treppenlift-Kauf

  • Treppenlift-Anbieter vergleichen
  • Kostenvoranschläge einholen
  • Machbarkeit prüfen
  • Probefahrt
  • Zuschüsse beantragen
  • Vertrag unterschreiben

Treppenlift-Anbieter

Haben Sie sich für die Anschaffung eines Treppenlifts entschieden, gilt es zunächst den richtigen Treppenlift-Anbieter zu finden. Neben der Frage nach dem geeigneten Lifttyp sollten Sie überlegen, ob Sie einen Neu- oder Gebrauchtkauf wünschen. Auch bieten viele Anbieter die Option der Miete.

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Bevor Sie sich vorschnell für ein Unternehmen entscheiden, sollten Sie die verschiedenen Anbieter genau vergleichen. Legen Sie bei einem Vergleich nicht nur ein besonderes Augenmerk auf die Kosten, sondern auch auf eventuelle Zusatzleistungen, den angebotenen Service sowie Garantien. Haben Sie sich für Ihren Wunsch-Anbieter entschieden, dann vereinbaren Sie eine individuelle Beratung. Während des Gesprächs finden Sie und der Anbieter heraus, welche Lösung für Ihren individuellen Bedarf am besten passt. Anhand eines Kostenvoranschlags können Sie die anfallenden Kosten besser kalkulieren und Zuschüsse beantragen.

Gut zu wissen: Manche Treppenlift-Anbieter haben sich auf den Vertrieb eines bestimmten Lifttyps spezialisiert. Hier können Sie nicht nur eine besonders hohe Expertise erwarten, sondern meist auch ein umfassendes Expertennetzwerk aufgrund jahrelanger Branchenerfahrung. 

Treppenlift-Typen im Überblick

Der klassische Sitzlift

Der Sitzlift ist der Klassiker unter den Treppenliften. Wie der Name verrät, wird die Treppe sitzend überwunden. Dabei gleitet der Lift sanft über ein Schienensystem, welches an oder neben der Treppe befestigt wird.
Der Markt bietet, für jede Wohnsituation und jedes Bedürfnis eine große Auswahl an Sitzliften.

Mehr zum Sitzlift

Hublift

Ein Hublift ermöglicht den vertikalen Transport von Menschen mitsamt Rollstuhl oder Rollator. Der Einsatz ist sowohl im Innen- als auch im Außenbereich möglich. Der Transportweg verläuft bei diesem Treppenlift-Modell parallel zu den Stufen – mit einem Hublift lassen sich vertikale Höhenunterschiede von bis zu 1,79 m überwinden.
Mehr zu Hubliften

Mit einem Plattformlift können Rollstuhl- oder Rollatornutzer Treppen im Innen- oder Außenbereich überwinden. Im Unterschied zum Hublift ermöglicht der Plattformlift einen vertikalen Transport entlang einer Treppe. Auch der Transport von schweren Gegenständen, wie Sauerstoffflaschen oder Einkäufen, ist möglich.

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Barrierefreiheit sollte nicht an der eigenen Wohnungstür enden. Daher dienen Treppenlifte nicht nur zur Überwindung von Höhen im Innen-, sondern auch im Außenbereich. Hier finden Sie auf dem Markt zahlreiche wetterfeste Modelle für die unterschiedlichsten Anforderungen und baulichen Gegebenheiten.

Mehr zu Außenliften

Vor dem Treppenlift-Kauf

Vor dem Kauf eines Treppenlifts gilt es, die Finanzierung zu klären. Kann die Anschaffung aus eigenen Mitteln gestemmt werden oder benötigen Sie finanzielle Unterstützung? In den meisten Fällen lohnt sich der Blick auf Zuschüsse, die mehrere tausend Euro betragen können. Auch stellt sich die Frage, ob es ein fabrikneuer Lift sein soll oder muss und ob eine kurzfristige Miete Sinn macht. 

Zuschüsse zum Treppenlift-Kauf leisten nicht nur die Krankenkassen, sondern auch andere öffentliche Institutionen. Ist der staatliche Fördertopf aktuell gefüllt, kann zudem eine KfW-Förderung „Zuschuss zur Barrierereduzierung“ beantragt werden. Aber auch Banken sowie regionale Förderinstitute bieten zinsgünstige Darlehen zur Treppenlift-Anschaffung.

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Ein gebrauchter Treppenlift ist in der Anschaffung deutlich günstiger als ein neues Modell: Ein gebrauchter, generalüberholter Lift erfüllt dennoch hohe Qualitätsstandards und Sicherheitskriterien. Achten Sie beim Kauf unbedingt auf einen seriösen Anbieter und seien Sie vorsichtig bei Angeboten auf eBay und von Privatverkäufern.

Mehr zu gebrauchten Treppenliften

Benötigen Sie einen Treppenlift nur für einen kurzen, absehbaren Zeitraum, ist die Miete eine kostengünstige Alternative. Nach einer Einmalzahlung fallen während der vereinbarten Laufzeit monatliche Raten an. Endet die Vertragslaufzeit, können Sie den Mietvertrag entweder verlängern oder den Treppenlift zurückgeben.


Mehr zur Treppenlift-Miete

Alternativen zum Treppenlift

Auf dem Markt finden Sie viele Alternativen zu herkömmlichen Treppenliften, die Ihnen in den eigenen vier Wänden ein Stück Mobilität zurückgeben. Ist der Treppenlift-Einbau im Innenraum Ihres Gebäudes unmöglich, dann bietet sich ein Außenaufzug an. Dieser lässt sich in der Regel bei jedem Wohn- und Bürogebäude nachrüsten und ist zudem kostengünstiger als ein Innenaufzug.

Der Homelift

Bei einem Homelift handelt es sich um einen kleinen Privataufzug im Innenraum, der Personen senkrecht durch die Decke befördern kann. Dieser Lifttyp kann mehrere Etagen ansteuern und stellt eine Alternative zu einem klassischen Treppenlift dar: Der nachträgliche Einbau ist schnell durchgeführt und kommt ohne Schacht aus.
Mehr zum Homelift

Sind Sie Rollstuhlfahrer und ein Rollstuhllift ist keine Option, dann bieten sich zur Überwindung kleinerer Treppenaufgänge Rollstuhlrampen an. Diese eignen sich besonders für die Stufen in der Nähe des Hauseingangs und sind schnell montiert.

Wohnen Sie zur Miete in einem Wohnhaus ohne Aufzug, so stellen die Stufen des Treppenhauses ein großes Hindernis dar. Hier bieten Treppenraupen die nötige Flexibilität, mehrere Etagen mitsamt Rollstuhl zu überwinden. Bei dieser Alternative sind bauliche Änderungen am Gebäude nicht notwendig und viele Geräte lassen sich zudem transportieren.

Mehr zu Treppenlift-Alternativen

Serviceleistungen

Es gibt große Unterschiede bei den Serviceleistungen der Treppenlift-Anbieter. Achten Sie von Anfang an darauf, professionell und umfassend beraten zu werden. Ansprechpartner sollten nicht nur Ihre Fragen kompetent beantworten können, sondern im Bedarfsfall gut erreichbar und schnell vor Ort sein.

Gute Treppenlift-Anbieter bieten ihren Kunden zudem den Service einer Probefahrt. Diese ermöglicht dem Interessenten, ein Gefühl für die Anlage und deren Bedienung zu bekommen. Bei einer Probefahrt wird deutlich, auf welche Ausstattungselemente es ankommt und welche vielleicht weniger wichtig für Sie sind.

Damit Treppenlifte möglichst lange störungsfrei funktionieren, bieten sich spezielle Garantieerweiterungen an. Optimalerweise gehört auch die regelmäßige Wartung zu den Serviceleistungen eines professionellen Treppenlift-Anbieters, wodurch mögliche Störungen frühzeitig erkannt und notwendige Reparaturen minimiert werden.

Wichtig: Eine Beratung und die erste Begutachtung Ihrer Treppensituation sollte immer kostenfrei und unverbindlich von Ihrem Anbieter durchgeführt werden. Mehr zu Serviceleistungen

Gut zu wissen:


Ca. 30 Prozent der Menschen im Alter über 65 Jahre stürzen mindestens einmal pro Jahr. Die meisten Stürze geschehen im eigenen Haus oder in der eigenen Wohnung. Insbesondere Treppen stellen ein hohes Sturzrisiko dar. Ein Treppenlift kann Abhilfe schaffen.

Mehr zur Sturzprophylaxe

Barrierefreiheit

Barrierefreiheit beginnt in den eigenen vier Wänden und sollte bereits frühzeitig Thema sein. Bauen oder beziehen Sie Ihr erstes Haus, so ist es sinnvoll, bereits heute an Morgen zu denken. Planen Sie geschickt, um ein selbstbestimmteres und unabhängigeres Wohnen im Alter zu ermöglichen.

Wir werden alle älter, das bleibt nicht aus. Doch im Alter ändern sich nicht nur die persönlichen Lebensansprüche, sondern auch die Alltagsanforderungen. Es wird Zeit, den Wohnraum entsprechend anzupassen, Vorkehrungen zur Sturzprophylaxe zu treffen und sich mit Sport und Gesundheitsvorsorge zu befassen.

Mehr zum Leben im Alter

Im eigenen Wohnumfeld stellt ein behindertengerechter Umbau sicher, den Alltag adäquat meistern zu können – aber auch in der Freizeit spielen viele Faktoren eine entscheidende Rolle. Wie sich die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben am besten sichern lässt, erfahren Sie in unseren Alltagstipps zum Leben mit Behinderung.

Mehr zum Leben mit Behinderung

Eine selbstbestimmte und barrierefreie Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ist nicht nur im privaten Bereich wichtig, sondern auch im Berufsalltag. Damit Menschen mit einer Behinderung der Ausübung des Berufs nachgehen können, ist die Inklusion am Arbeitsplatz ein bedeutendes Thema.


Mehr zur Inklusion am Arbeitsplatz

Um im Alter möglichst lange fit und agil zu bleiben, bieten viele Sportvereine und Fitnessstudios spezielle Kurse an. Sport und Fitness für Senioren ist ein Thema, welches immer bedeutender wird und sich positiv auf die Gesunderhaltung auswirkt. Bewegung stärkt nicht nur die Muskulatur, sondern hält auch das Herz-Kreislauf-System in Schwung. Aber nicht nur Senioren tun sich und ihrem Körper mit sportlichen Aktivitäten etwas Gutes – auch für Personen mit Handicap ist eine extra Portion Bewegung gesund. Sportangebote für Menschen mit Behinderung finden Sie heutzutage in vielen Vereinen und Verbänden. Auch bieten sich Reha-Maßnahmen an, um die Leistungsfähigkeit zu verbessern: Oftmals werden diese durch Zuschüsse für Menschen mit Behinderung von den Renten- und Krankenkassen gefördert. 

Die Freizeit kann jedoch nicht nur durch Sport facettenreich gestaltet werden, auch spezielle Freizeitangebote für Menschen mit Behinderung bieten Spaß und Abwechslung im Alltag. Ob Kunst, Kultur oder Reisen – das Angebot ist vielfältig und für jeden Geschmack ist die passende Aktivität dabei.

Haben Sie einen grünen Daumen, dann verbringen Sie einen Teil Ihrer Freizeit doch zu Hause in einem barrierefreien Garten. Mit ein wenig Planung und den entsprechenden Umbaumaßnahmen schaffen Sie sich einen Wohlfühlort, den Sie auch mit Rollstuhl oder Gehhilfe bequem erreichen können und der ausreichend Abwechslung bietet. 

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