
Zuschüsse und Förderungen für den Kauf eines Treppenlifts
Dank finanzieller Unterstützung von Pflegekassen und anderen Einrichtungen können die Kosten für einen Treppenlift erheblich reduziert werden.
Wir informieren Sie über die verschiedenen Möglichkeiten, Zuschüsse und finanzielle Unterstützung für den Erwerb eines Treppenlifts zu bekommen. Das gilt sowohl für neue Treppenlifte als auch für gebrauchte Modelle.
Inhaltsverzeichnis
Auf einen Blick: Welche Treppenlift-Zuschüsse gibt es?
Grundsätzlich gibt es für Treppenlift-Interessenten verschiedene Optionen, um finanzielle Unterstützung bei staatlichen oder regionalen Stellen zu beantragen. So wird unter bestimmten Bedingungen ein erheblicher Teil der Kosten für den Kauf eines Treppenlifts übernommen.
- Bei einem anerkannten Pflegegrad 1 bis 5 vergibt die Pflegekasse bzw. Pflegeversicherung, die der Krankenkasse angegliedert ist, einen Zuschuss von bis zu 4.180 Euro pro Person.
- Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet für den altersgerechten Umbau in Ihrem Zuhause den Investitionszuschuss 455-B bis maximal 2.500 Euro (Hinweis: Für 2026 sind die Mittel leider bereits vollständig ausgeschöpft und eine Antragstellung ist aktuell nicht mehr möglich.) oder einen zinsgünstigen Kredit bis zu 50.000 Euro Höhe.
- Darüber hinaus gibt es zahlreiche regionale und staatliche Träger und Förderprogramme, die Sie bei der Anschaffung eines Treppenlifts finanziell unterstützen. Auch eine Kombination verschiedener Fördermittel ist möglich.
- Informieren Sie sich bereits im Vorfeld rechtzeitig über die Antragsstellung. Diese muss in der Regel vor dem Einbau des Lifts erfolgen.
Zuschüsse & Förderungen für Treppenlifte in 3 Minuten erklärt
Im Video erfahren Sie, welche Zuschüsse und Förderungen in Deutschland für Treppenlifte verfügbar sind und was für eine Beantragung zu berücksichtigen ist – kompakt zusammengefasst.
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Für viele Menschen, die einen Treppenlift in den eigenen vier Wänden montieren lassen möchten, ist die Pflegekasse in Bezug auf die Finanzierung die erste Anlaufstelle. Darüber hinaus gibt es jedoch auch Fördermöglichkeiten der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), regionale Programme und (in besonderen Fällen) Zuschüsse von anderen Anlaufstellen.
Liegt ein Pflegegrad von 1 bis 5 vor, kann die Pflegekasse Ihren Treppenlift mit bis zu 4.180 Euro pro Person bezuschussen. Sind mehrere Personen in einem Haushalt pflegebedürftig, so können diese ihren Zuschussbetrag zusammenlegen und bei vier Personen beispielsweise bis zu 16.720 Euro Förderung erhalten.
Für einen Zuschuss oder Kredit der KfW ist kein Pflegegrad vorausgesetzt. Der KfW-Kredit 159 kann für Modernisierungsmaßnahmen, und somit auch für den Einbau eines Treppenlifts, eingesetzt werden. Die Kreditsumme beträgt maximal 50.000 Euro pro Wohneinheit.
Die KfW vergibt außerdem jährlich ihren Investitionszuschuss 455-B zur Barrierereduzierung, der maximal 2.500 Euro bei Einzelmaßnahmen erstattet. Der Fördertopf ist jedoch immer schnell ausgeschöpft – hier lohnt sich eine frühe Antragstellung.
In vielen Bundesländern gibt es regionale Förderprogramme, die Sie in Anspruch nehmen können. Prüfen Sie dazu zum Beispiel die Angebote Ihrer Landesbank. In Großstädten wie Köln, München und Berlin sind darüber hinaus oft noch andere Förderprogramme rund um die Themen Wohnraummodernisierung, Barrierefreiheit und Gebäudesanierung verfügbar, deren Zuschüsse für einen Treppenlift eingesetzt werden können.
In besonderen Situationen unterstützen Sie weitere Anlaufstellen. Wenn der Treppenlift aufgrund eines Arbeitsunfalls benötigt wird, können Sie zum Beispiel die Berufsgenossenschaft kontaktieren. Die Agentur für Arbeit kommt infrage, wenn der Treppenlift Ihnen die Wiedereingliederung ins Berufsleben ermöglicht und die Pflegeversicherung nicht greift. Versorgungsamt, Integrationsamt und die Sozialhilfe gelten als letzte Instanzen für besondere Fälle. Ihr Treppenlift-Anbieter kann Sie dazu individuell beraten.
Welche Förderung passt, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab. Da alle Anträge in der Regel vor dem Einbau gestellt werden müssen, lohnt es sich, die Möglichkeiten frühzeitig zu prüfen. Lassen Sie sich von einem seriösen Treppenlift-Anbieter wie Lifta, TK Home Solutions oder AP+ Treppenlifte dazu beraten.
Mehr über die verschiedenen Treppenlift-Zuschüsse und viele weitere hilfreiche Infos teilen wir in unserem umfassenden Ratgeber. Laden Sie ihn jetzt kostenlos herunter und verschaffen Sie sich Klarheit über Ihre Möglichkeiten. Sie möchten sich lieber persönlich beraten lassen? Unsere Experten sind gerne für Sie da. Sie erreichen uns kostenlos unter der 0800 0006419.
Pflegegrad- und Fördercheck
Welche Zuschüsse kommen für Ihre Situation in Frage?
Wir helfen Ihnen, den Pflegekassenzuschuss, die KFW-Förderung, regionale Förderprogramme und wichtige Antragsschritte verständlich einzuordnen.
- Zuschussmöglichkeiten aufzeigen
- Antragsschritte verstehen
- Fristen rechtzeitig beachten
IHRE ANSPRECHPARTNERIN
Sibille Schlößer
Fachberaterin Zuschüsse & Förderungen
Pflegekostenzuschuss durch die Krankenkasse
Der Zuschuss wird von der Pflegeversicherung bewilligt, wobei der Antrag zunächst bei der Krankenkasse gestellt wird, die auch die erforderlichen Dokumente zur Verfügung stellt. Für die Förderung gibt es eine wesentliche Bedingung: Es muss ein entsprechender Pflegegrad von 1 bis 5 gemäß Pflegestärkungsgesetz 2 vorliegen.
Ist dieser Pflegegrad vorhanden, können Sie für den Treppenlift-Kauf einen Pflegekostenzuschuss von bis zu 4.180 Euro pro Person beantragen. Bei mehreren pflegebedürftigen Menschen in einem Haushalt, kann der Zuschuss der Pflegekasse auf bis zu 16.720 Euro gebündelt werden.

KfW-Zuschuss
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau bietet mit ihrem Kreditprogramm 159 “Altersgerecht Umbauen” eine Förderung für barrierefreie Maßnahmen wie die Installation eines Treppenlifts an. Anspruchsberechtigt sind alle privaten Immobilienbesitzer sowie Mieter, die Hindernisse in ihrem Wohnumfeld abbauen möchten. Die maximale Darlehenshöhe beträgt 50.000 Euro.
Bei dem Programm “Barrierereduzierung – Investitionszuschuss (455-B)” werden bis zu 10 Prozent der förderfähigen Kosten einer einzelnen Maßnahme, maximal jedoch 2.500 Euro, übernommen. Hinweis für 2026: Der Fördertopf für den Investitionszuschuss ist aktuell leider bereits vollständig aufgebraucht. Eine Antragstellung ist daher nicht mehr möglich. Bereits eingereichte Anträge sind hiervon nicht betroffen. Der Zuschuss steht Ihnen voraussichtlich ab 2027 wieder zur Verfügung.

Regionale Förderungen h3>
Da Barrierefreiheit zunehmend an Bedeutung gewinnt, bieten auch regionale Förderinstitute günstige Kredite für barrierereduzierende Maßnahmen an. Ähnlich wie bei der KfW sind diese Förderprogramme eng mit dem altersgerechten und barrierefreien Umbau des Wohnraums verknüpft. So haben Sie die Möglichkeit, bei verschiedenen Landesbanken einen Zuschuss für den Kauf eines Treppenliftes zu beantragen.
Antragsberechtigt sind Immobilienbesitzer oder Mieter, die in dem jeweiligen Bundesland wohnen und ihren Antrag auf Förderung bei der Landesbank oder der zuständigen Stelle einreichen. Es empfiehlt sich daher, sich vor dem Treppenlift-Kauf über die Fördermöglichkeiten in Ihrer Region zu informieren. In der Regel erhalten Sie weitere Details dazu auch von Ihrem Treppenlift-Anbieter.
Steuerliche Absetzbarkeit h3>
Grundsätzlich sind die Kosten für die Anschaffung eines Treppenlifts auch steuerlich absetzbar. So können beispielsweise die Ausgaben für einen Sitzlift als „Außergewöhnliche Belastung" geltend gemacht werden. Dieser Punkt ist in den Formularen der jährlichen Steuererklärung aufgeführt. Allerdings müssen dafür bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, die von den persönlichen Einkommens- und Familienverhältnissen des Antragstellers abhängen.
Berufsgenossenschaften h3>
Wenn der Kauf eines Treppenlifts aufgrund eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit erforderlich wird, übernimmt bei Bedarf die zuständige Berufsgenossenschaft die gesamten Kosten. Diese Kostenübernahme soll sicherstellen, dass der Betroffene weiterhin am gesellschaftlichen und beruflichen Leben teilhaben kann.
Agentur für Arbeit h3>
Falls die Pflegeversicherung nicht greift und es sich bei dem Antragsteller um eine Person handelt, deren Wiedereingliederung ins Berufsleben durch den Erwerb eines Treppenlifts ermöglicht wird, unterstützt die Arbeitsagentur den Kauf des Lifts mit finanziellen Zuschüssen.
Sozialhilfe h3>
Die Sozialhilfe sollte erst als letzte Instanz für Zuschüsse in Betracht gezogen werden, weil sie erst dann einen Kostenanteil übernimmt, wenn alle anderen Sozialträger eine finanzielle Unterstützung abgelehnt haben.
Banken h3>
Sollte weder ein gesetzlicher noch ein sozialer Träger die Kosten für einen Treppenlift bezuschussen oder übernehmen, bleibt nur noch die Option der Eigenfinanzierung, wenn Sie auf Bewegungsfreiheit in Ihrem Zuhause nicht verzichten möchten. Aus diesem Grund bieten viele Kreditinstitute für diese Art der Finanzierung spezielle Programme an.
Versorgungsamt h3>
Wenn weder die Pflege- noch die Unfallversicherung die Kosten für einen Treppenlift übernimmt, tritt das Versorgungsamt in Aktion. Die zuständigen Ansprechpartner variieren je nach Bundesland. In Rheinland-Pfalz beispielsweise ist das Landesamt für Soziales, Jugend und Familie für Versorgungsansprüche verantwortlich. Da die Versorgungsämter Ländersache sind, finden Sie eine Auflistung der Ämter nach Bundesländern auf Wikipedia.
Ist Ihre Bewegungsfreiheit aufgrund einer Wehr- oder Kriegsdienstverletzung eingeschränkt, können Sie sich an die Kriegsopferfürsorge wenden.
Integrationsamt h3>
Um Ihren Arbeitsplatz in einem oberen Stockwerk bei Ihrem Arbeitgeber zu erreichen, unterstützt das Integrationsamt die Installation eines Treppenlifts mit einer Kostenübernahme von 80 Prozent. In besonderen Fällen übernimmt das Amt sogar die gesamten Kosten.
Voraussetzung dafür ist, dass Sie in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis stehen und entweder schwerbehindert sind oder einem schwerbehinderten Menschen gleichgestellt sind. Zudem darf kein anderer Leistungsträger für die Kostenübernahme oder Zuschüsse zuständig sein.
Deutsche Rentenversicherung h3>
Wenn Sie seit mindestens 15 Jahren Beiträge zur Deutschen Rentenversicherung zahlen und in Ihrer beruflichen Mobilität eingeschränkt sind, übernimmt die Rentenversicherung die Kosten für den Einbau eines Treppenlifts in den Räumlichkeiten Ihres Arbeitgebers. Ziel dieser Maßnahme ist es, Ihnen die Aufnahme oder Fortsetzung Ihrer beruflichen Tätigkeit zu ermöglichen.
Treppenlift-Zuschuss beantragen: Tipps für die Antragstellung
- Bei der Antragstellung spielt der Zeitpunkt eine entscheidende Rolle. In der Regel muss der Antrag für die Bezuschussung zwar nicht vor dem Kauf, aber zwingend vor dem tatsächlichen Einbau Ihres Treppenlifts erfolgen.
- Informieren Sie sich daher deutlich im Voraus sorgfältig über verschiedene Förderungen und deren Voraussetzungen. Sobald Sie die passende Option für sich gefunden haben, können Sie die nötigen Antragsformulare besorgen und ausfüllen, um alle erforderlichen Unterlagen rechtzeitig einreichen.
- Je nach Förderstelle sind weitere Dokumente erforderlich, wie z. B. ein Nachweis über den Pflegegrad, den Grad der Behinderung, ein Kostenvoranschlag des Anbieters oder ein Schreiben, in dem die Notwendigkeit des Treppenlifts erläutert wird.
- Nehmen Sie Kontakt mit den zuständigen Stellen auf, um alle relevanten Informationen, Anforderungen und Antragsformulare zu erhalten.
- Bewahren Sie alle Rechnungen und Belege rund um den Treppenlift-Kauf auf, um diese bei den entsprechenden Stellen einreichen zu können.
- Nach Bewilligung des Antrags steht dem Einbau des Treppenlifts nichts mehr im Weg. Zur Auszahlung des Zuschusses reichen Sie im Anschluss die Rechnungen ein.
Finanzierungsmodelle beim Treppenlift-Anbieter
Schon vor dem Erwerb haben Sie in den meisten Fällen die Option, sich bei Ihrem Treppenlift-Anbieter für ein bestimmtes Finanzierungsmodell zu entscheiden. Je nach Angebot können Sie zwischen Teilzahlung oder Leasing wählen. Beide Varianten stehen sowohl für neue als auch für gebrauchte Treppenlifte zur Verfügung.
Gibt es Zuschüsse für Treppenlifte?
Es gibt eine ganze Reihe an Anlaufstellen, welche für einen finanziellen Zuschuss zum Treppenlift in Frage kommen. Beim Vorliegen eines Pflegegrads fördert die Krankenkasse die Anschaffung mit einem Zuschuss von bis zu € 4.180,- pro Person. Aber auch regionale Förderungen, eine Förderung über die KfW-Bank oder in speziellen Fällen auch über Berufsgenossenschaften oder die Agentur für Arbeit sind möglich. Die Zuschüsse werden nicht nur für neue, sondern auch für gebrauchte Treppenlifte vergeben.
Welche Voraussetzungen gelten für Treppenlift-Zuschüsse?
Um einen Zuschuss zum Treppenlift zu erhalten, müssen Sie in jedem Fall bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Diese variieren je nachdem, über welche Stelle Sie einen Zuschuss beantragen möchten. Um von der Krankenkasse einen Zuschuss zu erhalten, ist beispielsweise das Vorliegen eines Pflegegrads notwendig. Weitere nötige Dokumente sind z. B. der Nachweis über einen Grad an Behinderung, ein Kostenvoranschlag des Herstellers oder ein Schreiben über die Notwendigkeit des Treppenlifts für Ihr Zuhause.
Was gibt es bei der Antragstellung zu beachten?
Wichtig ist, dass Sie den Antrag vor dem Einbau des Lifts beantragen, um für eine Förderung in Frage zu kommen. Die notwendigen Formulare erhalten Sie in der Regel bei der zuständigen Förderstelle. Nehmen Sie am besten frühzeitig Kontakt zur jeweiligen Stelle auf, um alle wichtigen Informationen und Voraussetzungen zu erhalten. So können Sie im Anschluss problemlos die erforderlichen Unterlagen und Nachweise vorbereiten und einreichen.
Welche Fristen gelten bei der Beantragung einer Treppenlift-Förderung?
Die Fristen variieren je nach Anlaufstelle. Bei einigen Stellen können Sie ganzjährig einen Zuschuss beantragen. Planen Sie auch die Bearbeitungszeit Ihres Antrags ein. Die Bewilligung kann einige Wochen bis mehrere Monate dauern. Stellen Sie den Antrag daher so früh wie möglich und informieren Sie sich gegebenenfalls bei den zuständigen Stellen über den Bearbeitungsstand.
Was passiert, wenn der Antrag abgelehnt wird?
Wenn zum Beispiel die Pflegekasse Ihren Antrag ablehnt, bekommen Sie dazu in der Regel eine schriftliche Begründung. Sie haben dann die Möglichkeit, Widerspruch einzulegen. Wird auch dieser abgelehnt, können Sie eine Klage beim Sozialgericht einreichen. Unterstützung erhalten Sie dabei etwa durch eine Rechtsberatung.
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