Treppenlift im Alter

Wohnen im Alter

Wohnen im Alter

„Einen alten Baum verpflanzt man nicht“, so lautet ein altes Sprichwort. Da ist etwas Wahres dran, denn viele Senioren wünschen sich für ihr Wohnen im Alter, in der gewohnten Umgebung zu bleiben, die sozialen Kontakte, die sich oft über Jahrzehnte gefestigt haben, weiter pflegen zu können. Die eigene Wohnung wird oft, je mehr die eigene Mobilität nachlässt, zum zentralen Mittelpunkt des Lebens im Alter. Daher hat die Wohnqualität und der Komfort im Alter einen wesentlich höheren Stellenwert für das allgemeine Wohlbefinden als im jüngeren Alter.

Es ist lohnenswert, barrierefreies Wohnen frühzeitig ins Auge zu fassen sowie vorausschauend für das Alter zu planen. Das spart nicht nur Nerven und bares Geld, sondern verschafft genügend Spielraum, um auch Komfort und Wohnambiente einen wichtigen Platz einzuräumen.

Idealerweise wird das eigene Haus oder die Eigentumswohnung zukunftsorientiert angelegt, um so das Wohnen im Alter von Anfang an zu berücksichtigen. Ein flexibler Grundriss mit möglichst wenig tragenden Wänden, ein großzügiger Schnitt, breit angelegte Türen und Durchgänge sowie ein geräumiges barrierefreies Bad mit bodentiefer Dusche helfen dabei, Barrierefreiheit problemlos zu realisieren. Mit einigen clever eingesetzten Seniorenprodukten machen Sie sich das Leben in den eigenen vier Wänden komfortabel und bequem.

Welche Anforderungen darüber hinaus bestehen, lesen Sie auf der Themenseite zu den Anforderungen an ein altersgerechtes Wohnen. Vielleicht ist in dem Zuge auch die Gründung einer Senioren-WG etwas für Sie. Hier können Sie mit anderen Mitbewohnern Kosten sparen und ein geselliges Leben führen

Infografik Wohnen im Alter

Quelle der Infografik: Hausfrage.de

Wohnen im Alter: Tipps für den altersgerechten Umbau

Wohnen im Alter: Tipps für den Eingangsbereich

Ein paar Stufen vor der Haustür sehen hübsch aus, können aber im Alter zum echten Hindernis beim Wohnen werden. Im Nachhinein ist es jedoch problemlos möglich, Eingangstreppen durch Geländer und Anti-Rutsch-Beläge sicherer zu machen oder sie mit einem Außenlift zu versehen. Ob die wichtigsten Anforderungen für einen barrierefreien Eingangsbereich und Hausflur bereits erfüllt sind, klären Sie ganz einfach und schnell mit unserem Barrierefreiheit-Test für Eingang und Hausflur.

Tipps für Treppen

Insbesondere Schmerzen im Knie oder anderen Gelenken machen im Alter Treppensteigen immer schwieriger. Wohnen im Alter bedeutet idealerweise einen barrierefreien Zugang zu allen Ebenen im eigenen Haus. Ein Treppenlift ermöglicht wieder komfortabel und sicher den Zugang zu den oberen Etagen. Egal, ob Ihr Haus eine gerade, eine kurvige, eine L-förmige oder U-förmige Treppe hat – Treppenlifte verbinden zuverlässig auch mehrere Etagen miteinander und ermöglichen ein sorgenfreies Wohnen.

Wohnen im Alter Tipps für Treppen

Tipps für Badezimmer/Toilette

Im Bad sorgen bereits kleine Hilfsmittel dafür, dass eine selbstständige Nutzung und Pflege lange möglich bleibt. Wichtig ist, gerade auf gefliestem Boden und möglicherweise feuchten Oberflächen, Haltegriffe und Anti-Rutsch-Beläge zu verwenden, um für Sicherheit zu sorgen. Ist die Nutzung eines Rollstuhls unumgänglich, sind möglicherweise Umbaumaßnahmen vonnöten. Das Bad ist häufig das Hauptproblem in Wohnungen, denn alte Bäder bieten oft zu wenig Bewegungsspielraum und müssen oft vergrößert werden, um eine funktionelle Verbesserung zu erreichen.

Tipps für die Küche

Die Anpassung zu einer altersgerechten, barrierefreien Küche kann kostspielig sein. Doch auch mit kleinen Veränderungen kann man einen großen Effekt im Alter erzielen: Versuchen Sie grundsätzlich viele Tätigkeiten sitzend auszuführen. Ein Stehhocker für die Küche schont Rücken und Gelenke und bietet Ihnen zusätzliche Sicherheit. Optimieren Sie den vorhandenen Platz, organisieren Sie die Dinge, die Sie täglich brauchen, an einer zentralen, gut zugänglichen Stelle ohne das Sie auf einen Hocker steigen müssen, um an alles heran zu kommen.
Besteht die Möglichkeit neu oder größer zu planen, so gibt es viele Möglichkeiten und raffinierte Hilfen, die Ihre Küche und somit das Wohnen sicherer und barrierefrei machen. Dazu gehören z. B. ein Handlauf entlang der Arbeitsplatte,  eine variable Arbeitshöhe, Hängeschränke mit Glastüren oder offene Regale, Schubladen mit Leichtlauf-Vollauszügen, fahrbare Möbelelemente und praktische Auszugschränke sowie ein Backofen auf Augenhöhe.

Wohnen im Alter: Ein altersgerechtes Wohnzimmer

Das Wohnzimmer ist in der Regel ohne großen Aufwand an das Wohnen im Alter anzupassen. Stolperfallen, wie z.B. Teppich-Brücken oder Kabel, lassen sich schnell beseitigen. Meistens ist auch schon der Austausch der Sitzmöbel gegen Polster mit einem festeren Kern für ein leichteres Aufstehen ein großer Schritt zu mehr Komfort im Alter.

Wohnen im Alter leicht gemacht

Die Erhöhung der Sitzmöbel durch eine Standbeinverlängerung ist ebenso eine große Hilfe für das Wohnen im Alter und meist unproblematisch durch einen Schreiner durchzuführen.

Achten Sie bei Möbeln für Senioren grundsätzlich auf einwandfreie Standsicherheit, Armstützen und Aufrichthilfen. Ablagen sollten Sie gut erreichbar organisieren.

Setzen Sie eine regulierbare, ausreichende Beleuchtung ein, die nicht blendet. Achten Sie auch darauf, eventuelle Schwellen, z.B. zu Balkon oder Terrasse, zusätzlich zu sichern. So gelingt das barrierefreie Wohnzimmer.

Tipps fürs Schlafzimmer

Auch an ein barrierefreies Schlafzimmer sollte gedacht werden. Kleine Änderungen erleichtern den Alltag ungemein. Der Einbau einer absenkbaren Kleiderstange ist sinnvoll, damit Sie Ihre Kleidung schnell und einfach erreichen können. Ein höhenverstellbares Bett erleichtert den Ein- und Ausstieg enorm. Wichtig ist, dass Sie vom Bett aus möglichst alles für Sie notwendige erreichen können. Ein zweiter Telefonanschluss, ausreichend Ablagefläche und ein Lichtschalter direkt am Bett ersparen Anstrengung und hohen Aufwand im Alter.

Jetzt haben Sie einen kleinen Überblick darüber, was Sie zum Thema altersgerechtes Wohnen beachten sollten. Doch wie geht man das Thema Wohnen im Alter nun am besten an? Abschließend finden Sie einige Tipps, einen barrierefreien Umbau zu initiieren. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie auch auf unserer Themenseite barrierefrei umbauen.

5 Tipps für das Wohnen im Alter - den Umbau sinnvoll gestalten

  1. Die Bestandsaufnahme: Erstellen Sie eine Liste mit den Änderungen, die für Sie wichtig sind. Setzen Sie Prioritäten. Was sollte zuerst und zuletzt erledigt werden? Besonders wichtig sind auch Maßnahmen zur Sturzprophylaxe. Lassen Sie sich von Angehörigen unterstützen.
  2. Beratung einholen: Nehmen Sie sich einen Profi dazu! Mit Hilfe erfahrener Berater können Sie Fehler bei der Planung ausschließen und sich wertvolle Tipps einholen. Es gibt viele Wohnberatungsstellen, die Hausbesuche anbieten.
  3. Die Finanzierung: Erstellen Sie einen Finanzplan. Welche Finanzmittel stehen zur Verfügung? Welche Fördermittel können Sie in Anspruch nehmen? Auch hier bieten Krankenkassen und unabhängige Beratungsstellen kompetente Unterstützung an.
  4. Finale Planung: Unter Berücksichtigung des zur Verfügung stehenden Budgets und der professionellen Beratung können Sie nun Ihre Planung finalisieren.
  5. Handwerker beauftragen: Achten Sie darauf, Handwerker zu engagieren, die nachweislich Erfahrung im altersgerechtem Umbau haben. Eine Hilfe ist dabei das Markenzeichen „Generationenfreundlicher Betrieb“, welches nur durch die Handwerkskammern zertifizierte Unternehmen tragen dürfen.

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