Pflegende Angehörige

Was Sie als pflegende Angehörige zur Anschaffung eines Treppenlifts wissen sollten

Sie verantworten die Betreuung von pflegebedürftigen oder mobilitätseingeschränkten Personen? Dann stellt sich früher oder später häufig die Frage nach technischen Hilfsmitteln, um sowohl Ihnen als auch Ihren Angehörigen das tägliche Leben im vertrauten Umfeld zu erleichtern. Mobilitätseinschränkungen treten nicht immer nur im hohen Alter auf: Körperliche Einschränkungen können auch schon früher – beispielsweise aufgrund von Erkrankungen, Lähmungen oder Unfällen – Abläufe im Alltag beeinflussen und einschränken. 

Treppenlift für pflegebedürftigen Angehörigen

Oftmals wird die Treppe im eigenen Zuhause schnell zum unüberwindbaren Hindernis sowie zur latenten Sturzgefahr. Ein Treppenlift kann diese Gefahr nicht nur minimieren und so zur Sturzprophylaxe beitragen, sondern Ihren Angehörigen ein selbstbestimmteres, unabhängigeres und langes Wohnen in den eigenen vier Wänden ermöglichen.

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Für pflegende Angehörige bietet ein Treppenlift zudem Unterstützung und Entlastung bei der alltäglichen Arbeit. Je weniger Hilfestellung Sie leisten müssen, desto eigenständiger und freier können sich mobilitätseingeschränkte Personen in ihrem eigenen Haushalt bewegen. Dieses Wiedererlangen von Selbstständigkeit, Komfort und Unabhängigkeit sowie die damit einhergehende, gesteigerte Lebensqualität sind für Betroffene und Pflegepersonen gleichermaßen große Vorteile, die durch einen Treppenlift realisiert werden können.

Wann ist ein Treppenlift notwendig?

Ist die Mobilität durch Krankheit, Alter oder körperliche Behinderungen eingeschränkt, benötigen Betroffene auch im eigenen Haushalt vermehrt Hilfe und Unterstützung von Pflegepersonen.

Entscheiden Sie sich zusammen mit Ihrem Angehörigen für die häusliche Pflege, die möglichst lange im eigenen Zuhause stattfinden soll, so sind gewisse Vorkehrungen unabdingbar.

Anschaffung Treppenlift

Fällt Ihren Angehörigen das Treppensteigen plötzlich schwer oder ist ohne Hilfe nicht mehr zu bewältigen, können Sie oft recht einfach Abhilfe schaffen: Ein Treppenlift ermöglicht die problemlose Nutzung auch der Räumlichkeiten, die sonst nur beschwerlich und mit Hilfe sowie großer Anstrengung zu erreichen wären.

Anschaffung Treppenlift: Treppen überwinden

Für pflegende Angehörige stellt diese Hilflosigkeit nicht nur eine körperliche, sondern meist auch eine seelische Belastung dar. Dank des Treppenlifts können sich Ihre Angehörigen sicherer in den eigenen vier Wänden bewegen. So brauchen Sie kein schlechtes Gewissen haben, wenn Sie einmal für ein paar Stunden das Wohnumfeld verlassen, oder bei ambulanter Pflege durch einen Pflegedienst nicht immer selber vor Ort sein können.

Ist beispielsweise durch eine Erkrankung oder durch stetig abnehmende Kraft im Alter eine Besserung der Mobilität nicht abzusehen, so sollten Sie lieber frühzeitig über technische Hilfsmittel nachdenken, die Ihren Angehörigen ein Stück Selbstständigkeit und Unabhängigkeit zurückgeben.

Besonders bei einem großen Haus mit vielen Treppen und mehreren Etagen ist die frühzeitige Planung der Barrierefreiheit das A und O.

Doch egal ob großes Haus oder kleine Wohnung: Die rechtzeitige Auseinandersetzung mit der Thematik ist wichtig. Scheuen Sie sich also nicht, frühzeitig das Gespräch mit Ihren Angehörigen zu suchen. So haben Sie nicht nur genügend Zeit sich über eine Liftlösung zu informieren. Sie werden zu dem Zeitpunkt, an dem die eigenständige Nutzung der Treppen tatsächlich nicht mehr möglich ist, auch nicht böse überrascht.

Checkliste: Macht die Anschaffung Sinn?

  • Es gibt unüberwindbare Treppen im Haus.
  • Es besteht eine erhöhte Sturzgefahr.
  • Die Mobilität ist dauerhaft eingeschränkt.
  • Treppensteigen ist ohne Hilfe unmöglich oder fällt schwer.
  • Räume werden aufgrund von Barrieren bereits gemieden.
  • Es bestehen Erkrankungen, die Mobilitätsstörungen hervorrufen.
  • Das Haus soll bis ins hohe Alter bewohnt werden.
  • Trotz körperlicher Einschränkungen sollen Mobilität, Selbstständigkeit und Unabhängigkeit erhalten bleiben.
  • Die notwendige Hilfestellung beim Treppensteigen ist für Angehörige eine Belastung.

Sollten mehrere Punkte aus unserer Liste bei Ihnen bzw. Ihrem Angehörigen zutreffen, so sollten Sie über eine Anschaffung nachdenken.

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Vorgehen beim Kauf

Sind Sie als Angehörige oder Angehöriger der Überzeugung, dass die Anschaffung eines Treppenlifts die einzig richtige Entscheidung zur Zukunftssicherung und Entlastung im Alltag darstellt, so sollten Sie bei Ihren Angehörigen nicht „mit der Tür ins Haus fallen“.

Womöglich sind die Betroffenen selbst nicht Ihrer Meinung oder möchten sich die schwindende Mobilität nicht eingestehen. Hier ist Fingerspitzengefühl und Einfühlungsvermögen gefragt. 

Anschaffung Treppenlift

Äußern Sie Ihre Vorschläge, Ideen aber auch Ihre Ängste in ruhigen und sachlichen Gesprächen und lassen hierbei Ihren Angehörigen den Raum, ebenfalls Wünsche und Bedenken vorzutragen. Auch eine gemeinsame Beratung bei einem Anbieter für Treppenlifte oder ein Besuch bei Personen, die selbst einen Treppenlift nutzen, führen Ihre Angehörigen näher an das Thema heran und nehmen Berührungsängste, die möglicherweise bestehen.

Sind alle Zweifel beseitigt und die Idee von einem Treppenlift trifft auf allgemeine Zustimmung, dann gilt es nicht nur den passenden Anbieter zu finden, der Ihnen den gewünschten Lift einbauen kann, sondern Sie müssen sich ebenso um die Finanzierung und/oder die Beantragung von Zuschüssen kümmern.

Den richtigen Anbieter finden

Generell sollten Sie sich bei der Wahl des passenden Anbieters Zeit lassen und keine vorschnellen Entscheidungen treffen. Schließlich möchten Sie, dass Ihre Angehörigen den Treppenlift möglichst lange nutzen können und der Anbieter Ihnen auch künftig mit Rat und Tat zur Seite steht. Hier erweist sich eine räumliche Nähe als vorteilig. So kann der Anbieter bei Störungen des Treppenlifts sowie bei Reparaturen oder Wartungen zügig vor Ort sein und helfen. 

Ein guter Anbieter geht, wie folgt, vor:

  • Unverbindliche, telefonische Beratung und Terminvereinbarung
  • Persönlicher Vor-Ort-Termin zur Begutachtung der Situation
  • Kostenvoranschlag
  • Annahme des Angebots
  • Aufmaß der Treppe
  • Produktion der Treppenlift-Schiene
  • Lieferung und Einbau

Schon bei der ersten Kontaktaufnahme merken Sie meist recht schnell, ob es sich um einen kompetenten und fachkundigen Treppenlift-Anbieter handelt. Erhalten Sie auf telefonische Nachfragen nur Standardantworten sowie vorformulierte Schreiben per E-Mail oder Post, so handelt es sich vermutlich um keinen kompetenten Anbieter, der Wert auf eine individuelle und enge Kundenbeziehung legt. 

Eine gute Beratung kennzeichnet sich dadurch, dass sich der Anbieter Zeit für Sie und Ihr persönliches Anliegen nimmt und Ihnen individuelle Lösungsmöglichkeiten unterbreitet. Jede Treppe ist anders gebaut und besteht aus unterschiedlichen Materialien. Ein Vorgehen nach Schema F fällt dementsprechend schlecht aus. Dies sollte auch Ihr Anbieter wissen. 

Finanzierung und Beantragung von Zuschüssen

Möchten Ihre Angehörigen den Einbau eines Treppenlifts durch Zuschüsse oder eine Finanzierung unterstützen, dann sollten Sie einige Faktoren beachten. Der Antrag auf Zuschuss oder Finanzierung muss unbedingt vor dem Einbau des Treppenlifts erfolgen.

Wird der Antrag erst im Nachhinein gestellt, so haben Sie alle Möglichkeiten auf finanzielle Unterstützung verspielt. Welche Stelle für finanzielle Mittel zuständig ist, entscheidet sich in jedem Fall individuell

Mögliche Anlaufstellen für Zuschüsse

  • Krankenkasse/Pflegekasse
  • Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)
  • Regionale Förderinstitute
  • Berufsgenossenschaften
  • Agentur für Arbeit/Sozialhilfe

Wurde bei Ihren Angehörigen ein Pflegegrad bewilligt und es liegt eine eingeschränkte Mobilität vor, dann beträgt der Höchstförderungssatz durch die Krankenkasse bzw. Pflegekasse € 4.000,– pro Person. Mit diesem Betrag beteiligt sich die Pflegekasse an den Kosten für die Treppenlift-Installation. 

Möchten Sie die Höhe der Anschaffungskosten bereits im Vorfeld senken, dann besteht auch die Möglichkeit, einen gebrauchten Treppenlift zu erwerben. Mit einem Gebraucht-Kauf von einem seriösen Anbieter sparen Sie bis zu 50 % des Neupreises und erwerben ein Modell, welches alle gängigen Sicherheitsbestimmungen erfüllt. Besser Abstand nehmen sollten Sie von Gebraucht-Angeboten auf Marktplätzen wie eBay, da diese meist für Ihre Treppensituation nicht passend sind und Sie darüber hinaus technische Mängel nicht direkt erkennen können und keinerlei Garantien oder Service erhalten.

Ebenso besteht die Option zur Miete. Die Miete lohnt sich besonders dann, wenn der Treppenlift nicht dauerhaft, sondern nur zur Überbrückung benötigt wird.

Die Auswahl des passenden Lift-Modells

Für jede Wohn- und Lebenssituation gibt es den optimalen Treppenlift. Die Wahl des passenden Modells hängt nicht nur von den baulichen Gegebenheiten ab, sondern auch von der körperlichen Verfassung des Benutzers. Zu unterscheiden sind Sitz-, Hub- oder Plattformlifte. 

Sitzlift

Das wohl bekannteste Treppenlift-Modell ist der Sitzlift. Bei diesem wird das Schienensystem zwischen den einzelnen Stockwerken montiert und der Benutzer sitzt während des Transports auf dem fahrbaren Stuhl.

Ein Sitzlift eignet sich für Personen, die sich noch selbstständig hinsetzen und wieder aufstehen können.

Sitzlift für pflegebedürftige Angehörige

Der Vorteil bei diesem Lifttyp: Die Montage kann sowohl auf geraden als auch auf kurvigen Treppen erfolgen. Der Sitz ist meist einklappbar, sodass der Lift kaum Platz wegnimmt und die Treppe für andere Personen uneingeschränkt nutzbar bleibt.

Plattformlift für pflegebedürftige Angehörige

Plattformlift

Der Plattformlift ist ein Treppenlift für Rollstuhlfahrer, der diese samt Rollstuhl über eine Treppe hinweg transportiert. Ebenso können Sie auf einem Plattformlift stehend, ohne Rollstuhl, transportiert werden. Der Vorteil bei diesem Lifttyp: Ihre Angehörigen haben genügend Platz, Rollstuhl, Rollator oder Gehhilfen zu transportieren.

Auch schwere Gegenstände, wie Einkäufe, die Wäsche oder Haustiere können transportiert werden. Anders als beim Sitzlift wird hier zum Einbau mehr Platz benötigt – Voraussetzung ist eine ausreichend breite Treppe.

Hublift

Ein Hublift ist kein Treppenlift. Er transportiert Benutzer nicht über ein Schienensystem zur gewünschten Etage, sondern senkrecht, ähnlich eines Lastenaufzugs, nach oben oder unten. Geringe Höhenunterschiede von einigen Metern sind mit einem Hublift überwindbar. Geeignet ist der Hublift sowohl für Rollstuhlfahrer als auch deren Hilfspersonen.

Hublift für pflegebedürftige Angehörige

Bei allen Lifftypen gibt es Lösungen, die sowohl im Innen- als auch im Außenbereich montiert werden können.

Wichtige Punkte zur Anschaffung im Überblick

  • Prüfen Sie, ob ein Treppenlift für die aktuelle und zukünftige Wohn- und Pflegesituation ein notwendiges Hilfsmittel ist.
  • Suchen Sie das Gespräch mit Ihren Angehörigen.
  • Informieren Sie sich frühzeitig über Zuschuss-Möglichkeiten.
  • Wählen Sie einen professionellen Anbieter, der Sie umfassend zu all Ihren Fragen informiert.

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