Treppenlift bei Behinderung

Bedienbarkeit nach Behinderungsgrad

Bedienbarkeit von Treppenliften nach Behinderungsgrad

Ein Treppenlift oder Rollstuhllift ist einfach zu bedienen. Normalerweise wird der Treppenlift mit einem einfachen Kippschalter, Bedienungshebel oder Joystick, der sich in der Armlehne des Treppenliftes befindet, bedient. Darüber hinaus gibt es Fernbedienungen, mit denen der Lift durch andere Personen gesteuert werden kann. Diese werden in der Regel an den „Haltestellen“ (unteres und oberes Treppenende) montiert. Moderne Anlagen verfügen über mobile Fernbedienungen, die per Funk oder Infrarot funktionieren, ältere hingegen sind in der Wand verankert. Mit der Fernbedienung oder Wandsteuerung kann man den Lift zu sich heranholen oder in die Parkposition bringen. Unabhängig von der Bedienung (ob Armlehne oder Fernbedienung) bleibt der Lift sofort stehen, wenn die Taste losgelassen wird (Totmannsteuerung). Dies ist vor allem bei hilfsbedürftigen Personen wichtig, damit der Lift nicht unkontrolliert weiterfährt. Wenn sich die Person z.B. nicht wohlfühlt, muss sie keinen Stopp-Schalter suchen, sondern kann die Steuerung einfach loslassen. Diese Bedienelemente gehören zur Grundausstattung eines Behindertenliftes.

Fernbedienung für betreuende Personen

Diese Fernbedienung ist wichtig, wenn der Behindertenlift durch eine Betreuungs- oder Pflege-Person gesteuert werden soll. Dies gilt z.B. für Menschen, die die Arme nicht bewegen können, oder für geistig behinderte Menschen.

Bedienbarkeit eines Treppenliftes nach Behinderungsgrad

  • Personen mit halbseitiger Lähmung (Schlaganfallpatienten): Hier ist darauf zu achten, dass die Armhebel-Steuerung auf der nicht gelähmten Seite montiert wird.
  • Personen mit Lähmungen oberhalb des Halswirbels, d.h. Arme können nicht bewegt werden: In diesem Fall erfolgt die Steuerung durch eine zweite Person per Fernbedienung.
  • Personen mit geistiger Behinderung: In der Regel wird der Behindertenlift per Fernbedienung gesteuert.
  • Ältere Menschen mit motorischen und kognitiven Störungen oder Demenz: Eine Hilfsperson steuert den Lift per Fernbedienung.
  • Personen mit Schüttellähmung: Es sollte eine Sensor-Steuerung eingebaut werden, da der Druck bei einer Kipp-Druck-Taste nicht aufrechterhalten werden kann.
  • Rollstuhlfahrer: Rollstuhlfahrer sollten einen Hublift oder Plattformlift nutzen. Auch diese Lifttypen sind mit eigener Steuerung und Fernbedienung ausgestattet.
  • Kinder: Für Kinder mit körperlicher oder geistiger Behinderung gibt es spezielle kindergerechte Lifte. Diese sind flexibel an die Größe anpassbar, verfügen über eine höhenverstellbare Sitzfläche und ausziehbare Armlehnen. Es gibt kindergerechte Treppen- oder Plattformlifte, die mitwachsen und sich so an die Größe des Kindes oder des Rollstuhls anpassen. Wichtig ist dabei der Einbau einer Kindersicherung, damit die Gesundheit des Kindes nicht gefährdet wird.

Das könnte Sie auch interessieren

Andreas Lanzens Haus soll rollstuhlgerecht werden. Mehr

Mit einem Hublift die Treppe senkrecht überwinden. Mehr

Für Rollstühle mit einer Plattform ausgestattet. Mehr

© 2017 Ratgeber Treppenlift GmbH