Tobias Bonk, seit 5 Jahren Treppenlift-Berater

Hauslift – der kompakte Privataufzug für Ihr Zuhause
Ein Hauslift verbindet mehrere Etagen und ermöglicht es unter anderem Senioren oder Menschen mit Behinderung, länger selbstständig in den eigenen vier Wänden zu leben. Dank selbsttragender Konstruktion lässt sich der innovative Aufzug für Zuhause oft auch nachträglich einbauen. Zudem ist er platzsparender und günstiger als ein klassischer Personenaufzug – bietet aber ebenso hohen Komfort.
Inhaltsverzeichnis
Was ist ein Hauslift?
Ein Hauslift (auch Homelift genannt) ist ein kompakter Aufzug speziell für private Wohnhäuser, der Personen und Gegenstände (z. B. Einkäufe) über eine oder mehrere Etagen transportiert. Der Senkrechtlift kommt ohne Aufzugsschacht aus und ist im Gegensatz zu einem Treppenlift nicht an den Verlauf einer Treppe gebunden. Stattdessen fährt die geschlossene Kabine entlang von selbsttragenden Führungsschienen senkrecht zwischen den Stockwerken. Ein Elektromotor sorgt für den nötigen Antrieb.
Die Vorteile eines Hauslifts auf einen Blick
- komfortable Verbindung mehrerer Etagen
- barrierefreies Wohnen im eigenen Haus
- sichere Alternative zum Treppensteigen
- Transport von schweren Gegenständen zwischen Stockwerken
- langfristige Lösung für Wohnen im Alter

Wie funktioniert ein Hauslift?
Ein Hauslift funktioniert ähnlich wie ein klassischer Personenaufzug: Sie steigen in eine geschlossene Kabine, die sich senkrecht zwischen den Etagen des Hauses bewegt – daher wird der Hauslift auch Senkrechtlift genannt. Wenn Sie im Rollstuhl sitzen, fahren Sie über eine kleine Rampe auf die Plattform bzw. in die Kabine des Lifts.
Die Bedienung erfolgt über ein Bedienelement in der Kabine oder über eine Funkfernbedienung, mit der Sie den Lift auch in die gewünschte Etage rufen können.
Moderne Hauslifte verfügen zudem über verschiedene Sicherheitsfunktionen wie Sensoren, die Hindernisse während der Fahrt erkennen und den Lift automatisch stoppen.

Hauslifte für innen und außen
Die meisten Hauslifte werden im Innenbereich installiert und verbinden dort zwei oder mehr Ebenen. Einige Hersteller bieten jedoch auch Hauslifte für den Außenbereich an. Diese Modelle sind wetterfest konstruiert, verfügen über geschützte Elektronik und können beispielsweise an der Hausfassade installiert werden, um Terrasse, Eingang oder mehrere Etagen barrierefrei zu erreichen.
Was kostet ein Hauslift?
Der Preis für einen Hauslift lässt sich nicht pauschal festlegen, da sich die Kosten aus verschiedenen Faktoren zusammensetzen:
- Förderhöhe
- Modell (Größe der Kabine, Tragfähigkeit, Ausstattung und Design)
- bauliche Gegebenheiten im Haus
Für einen Hauslift über eine Etage können Sie je nach Hersteller mit Kosten zwischen 25.000 € und 30.000 € rechnen. Bei mehreren Etagen oder größeren Modellen für Rollstuhlfahrer können die Preise entsprechend höher ausfallen. Neben den Anschaffungskosten kommen gegebenenfalls auch laufende Kosten auf Sie zu, beispielsweise für Wartung und Stromverbrauch.
Welche Zuschüsse und Förderungen gibt es für einen Hauslift?
Der Einbau eines Hauslifts kann unter bestimmten Voraussetzungen finanziell unterstützt werden, besonders wenn der Lift der Barrierefreiheit oder der Pflege zu Hause dient.
Die wichtigsten Zuschüsse im Überblick:
- Pflegekasse: Wenn ein Pflegegrad (mindestens Pflegegrad 1) vorliegt, bezuschusst die Pflegekasse den Einbau eines Hauslifts als wohnumfeldverbessernde Maßnahme und übernimmt bis zu 4.180 € pro pflegebedürftiger Person. Leben mehrere Pflegebedürftige im Haushalt, können Sie die Zuschüsse kombinieren.
- KfW-Förderkredit: Über das Programm „Altersgerecht Umbauen“ (KfW 159) können Hausbesitzer einen zinsgünstigen Kredit von bis zu 50.000 € pro Wohneinheit für barrierefreie Umbauten erhalten. Dazu zählt auch der Einbau eines Hauslifts.
- Länder- und Kommunalförderung: Viele Bundesländer und Städte bieten zusätzliche Förderprogramme für barrierefreie Umbauten an. Diese Programme laufen häufig unter Namen wie „Wohnraumanpassung“, „Barrierefrei wohnen“ oder „Altersgerechter Umbau“. Höhe und Bedingungen der Förderung unterscheiden sich je nach Region.
- Steuerliche Vorteile: Unter bestimmten Umständen können Sie die Kosten für einen Hauslift steuerlich als außergewöhnliche Belastung geltend machen. Die genauen Voraussetzungen sollten Sie mit Ihrem Steuerberater oder dem Finanzamt klären.
Bauliche Voraussetzungen für den Einbau eines Hauslifts
Damit ein Hauslift installiert werden kann, müssen nur wenige bauliche Voraussetzungen erfüllt sein.
- Stellfläche: Für einen Hauslift wird eine freie Stellfläche von 0,8 bis 1,5 m² benötigt. Der Platzbedarf variiert je nach Modell.
- Deckenausschnitt: Zwischen den Stockwerken muss eine Öffnung in der Decke vorhanden sein bzw. geschaffen werden, damit sich die Kabine zwischen den Stockwerken bewegen kann.
- Tragfähigkeit der Decke: Die Decke muss das Gewicht des Lifts tragen können. Vor dem Einbau prüfen Fachbetriebe daher die Statik und die baulichen Gegebenheiten im Haus.
- Stromanschluss: Für den Betrieb eines Hauslifts wird in der Regel ein normaler Haushaltsstromanschluss benötigt.
- Baugenehmigung: Eine Baugenehmigung ist in der Regel nicht notwendig, sofern die baulichen Eingriffe minimal sind.

Hauslift nachträglich einbauen: Ist das möglich?
Ein Hauslift kann in den meisten Fällen problemlos nachträglich in ein bestehendes Wohnhaus eingebaut werden. Vor dem Einbau prüfen die Fachbetriebe die baulichen Voraussetzungen bei Ihnen vor Ort.
Dabei wird festgestellt, wo der Lift positioniert werden kann und ob die Decke für den Deckendurchbruch geeignet ist. Sind die Voraussetzungen erfüllt, lässt sich ein Hauslift oft innerhalb weniger Tage installieren.
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Wie viele Etagen kann ein Hauslift verbinden?
Die meisten Hauslifte sind mit einer Förderhöhe bis ca. 4,5–6 m für zwei bis drei Etagen ausgelegt.
Wie lange dauert der Einbau eines Hauslifts?
Die Montage des Hauslifts ist je nach Modell, baulichen Voraussetzungen und Anzahl der Etagen typischerweise innerhalb weniger Tage abgeschlossen. Für Standardmodelle reichen für gewöhnlich 1–2 Tage reine Montagezeit.
Hauslift oder Treppenlift – was ist der Unterschied?
Ein Hauslift fährt senkrecht zwischen den Stockwerken und funktioniert wie ein Mini-Aufzug. Ein Treppenlift fährt dagegen auf einer Schiene entlang der Treppe und ist somit an ihren Verlauf gebunden.
Wie unterscheiden sich Hauslift und Plattformlift?
Mit einem Hauslift bewegen Sie sich in einer geschlossenen Kabine senkrecht zwischen den Etagen. Ein Plattformlift fährt entlang der Treppe und ist vor allem für die Nutzung mit Rollstuhl oder Rollator ausgelegt. Der Hauslift kann abhängig vom Modell auch mit Rollstuhl befahren werden.
Wie viel Platz braucht ein Hauslift?
Moderne Hauslifte benötigen meist nur eine geringe Stellfläche von etwa 0,8 bis 1,5 m² und sind somit eine platzsparende Alternative zum Treppenlift.


