Zuschüsse

Steuerliche Absetzbarkeit

Unter bestimmten Voraussetzungen kann ein Treppenlift von der Steuer abgesetzt werden. Dafür muss nachgewiesen werden, dass es sich beim Einbau eines Treppenlifts um eine außergewöhnliche Belastung handelt.

Treppenlifte steuerlich absetzen

Gründe wie Komfortsteigerung wird das Finanzamt nicht anerkennen.

Als außergewöhnliche Belastung gelten Krankheitskosten, wie Medikamente, Fahrt – und Arztkosten, die ein zumutbares Maß überschreiten. Wie viel dem Einzelnen dabei zumutbar ist, hängt von seinem Einkommen ab. Wer viel verdient, dem mutet das Finanzamt auch höhere Ausgaben zu.

Vor dem Kauf eines Treppenlifts sollte sorgfältig geprüft werden, ob der Betroffene ein ärztliches Gutachten erstellen lassen sollte, in dem belegt wird, dass die Anschaffung eines Treppenlifts „als allgemeiner Gebrauchsgegenstand des täglichen Lebens und der Heilung oder Linderung dient“, also eine medizinische Notwendigkeit hat. Dies ist vor allem erforderlich, wenn die Zwangsläufigkeit und damit die medizinische Notwendigkeit von Aufwendungen für den Einbau eines Treppenliftes nicht eindeutig sind, beispielsweise, wenn der Nutzer nur Bade- und Heilkuren oder psychotherapeutischen Behandlungen in Anspruch nimmt.

Der Einbau eines Treppenlifts ist laut Bundesgerichtshofes eine außergewöhnliche Belastung, wenn es medizinisch erforderlich ist, das Erfordernis hinreichend gerechtfertigt und der finanzielle Aufwand verhältnismäßig ist.

Fallbeispiel:

Der Bundesfinanzhof (BFH) in München entschied in einem Urteil vom 9. April 2014, dass ein ärztliches Attest ausreichend sei, um die Kosten eines Treppenlifts als außergewöhnliche Belastung bei der Steuer anzugeben.

Geklagt hatte eine Ehepaar, das die Kosten seines Treppenlifts als außergewöhnliche Belastung beim Finanzamt geltend machen wollte. Doch das Amt erkannte dies nicht an mit der Begründung, dass das Ehepaar ein amtsärztliches Attest oder das Gutachten des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung hätte einholen müssen.

Doch es lag nur ein Attest vom Hausarzt vor, dass dem Ehemann bescheinigte, dass er nur noch kurze Stecken im Rollstuhl oder mit dem Rollator zurücklegen kann und Treppensteigen vollkommen unmöglich sei.

Der BFH hat Widerspruch eingelegt, denn Treppenlifte werden im Verzeichnis medizinscher Maßnahmen der Einkommensteuer-Durchführungsverordnung nicht genannt. Damit muss der Betroffene auch keinen Nachweis vom Amtsarzt oder vom Medizinischen Dienst der Krankenkasse erbringen.

Das Finanzamt argumentierte allerdings, dass dort „medizinische Hilfsmittel, die als allgemeine Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens anzusehen sind“ genannt sind und Treppenlifte dazugehören, da sie aus reinem Komfort eingebaut werden. Daher sind es „Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens“ und die medizinische Notwendigkeit müsse vom Amtsarzt oder dem Medizinischen Dienst der Krankenkasse nachgewiesen werden.

Das Gericht wiederrum erklärte, dass für einen Treppenlift kein Amtsarztattest notwendig sein, da in der Durchführungsverordnung  nur Hilfsmittel genannt werden, die getragen oder mit sich geführt werden können. Sollte das Finanzamt ein ärztliches Attest nicht anerkennen, kann ein weiteres Gutachten eingeholt werden.

Wie machen Sie außergewöhnliche Belastungen geltend?

Sie finden den Bereich Außergewöhnliche Belastungen auf der letzten Mantelbogenseite der Steuererklärung. Absetzbar ist allerdings nur der Betrag, der die Eigenbelastung übersteigt. Den Eigenanteil müssen sie selbst tragen. Erstattungen oder Zuschüsse von Krankenkassen oder aus privaten Versicherungen können sie hier nicht geltend machen. Lassen Sie sich von einem Steuerfachangestellt ausführlich beraten und über die aktuellen Möglichkeiten informieren.

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