Treppenlift zur Prophylaxe

Mobilität steigern

Der Wunsch nach Selbstbestimmung ist gerade im Alter enorm hoch. Die meisten Senioren möchten so lange wie möglich unabhängig zu Hause wohnen und ziehen das altersgerechte Umbauen oder das Wohnen mit Unterstützung eines Pflegedienstes dem Umzug in ein Pflegeheim vor. Das verwundert nicht, ist doch das eigene Zuhause der soziale Lebensmittelpunkt.

Nicht nur die Wohnung oder das Haus ist den älteren Menschen vertraut, auch die Nachbarschaft ist ein fester Bezugspunkt. Hier bilden sich über die Jahre Gewohnheiten, die für ältere Menschen sehr wichtig sind. Der regelmäßige Besuch beim Friseur oder dem Supermarkt um die Ecke ist ein fester Bestandteil des Tagesablaufs. Er verleiht dem Tag Struktur, die vertraute Umgebung gibt den Menschen die nötige Sicherheit.

Das sind wichtige Gründe, warum im Alter die Wohnsituation so gestaltet sein sollte, dass die Mobilität erhalten bleibt bzw. wieder gesteigert wird. Die Entscheidung, die eigene Wohnung seniorengerecht und damit barrierefrei umzubauen, sollte möglichst frühzeitig erfolgen. Denn wenn der Körper erstmal nicht mehr so funktioniert wie er sollte, wird es für den Bewohner noch schwieriger alle Umbaumaßnahmen erfolgreich zu meistern.

Barrierefreies Haus/ barrierefreie Wohnung

Um Barrierefreiheit zu ermöglichen, sollten folgende Voraussetzungen stimmen:

  • Die Räume dürfen nicht zu klein oder verwinkelt sein
  • Alle Türen und Durchgänge müssen ausreichend breit, hoch und stufenlos sein, um Platz für Rollstühle und Rollatoren zu ermöglichen

Mobilität steigern – die 3 wichtigsten Tipps

  • Informieren Sie sich über Maßnahmen zur Sturzprophylaxe.
  • Schaffen Sie ein barrierefreies Zuhause, z.B. durch einen Treppenlift.
  • Erhalten Sie Ihre Mobilität durch Bewegung und Aktivität.

Barrierefreier Hauseingang

Barrieren finden sich in der Regel schon vor dem Hauseingang. Auch wenn es nur drei oder vier Stufen sind, im Alter werden sie oft zum unüberwindbaren Hindernis. Ideal für geringe Höhen und die Überwindung von nur wenigen Stufen sind Hublifte. Sie können einfach und ohne großen Aufwand direkt neben den Treppen montiert werden. Der Nutzer braucht sich nur auf die Plattform des Liftes zu stellen und durch eine einfache Bedienung wird er sicher und bequem vertikal angehoben.

Besonders geeignet sind Hublifte für Rollstuhlfahrer, da sie direkt mit ihrem Rollstuhl auf die Plattform fahren und dann komfortabel die geringen Höhen überwinden können. Hublifte sparen viel Platz, denn eine lange Betonrampe wird hier nicht benötigt. Sie können auch nachträglich problemlos installiert werden.

An der Haustür angekommen, bildet der Hausflur die nächste Hürde auf dem Weg zur Wohnung.

Mobilität steigern mit barrierefreiem Hausflur

In vielen Häusern ist ein Aufzug vorhanden, der die Bewohner zu ihrer entsprechenden Wohnetage befördert. Das ist die perfekte Lösung für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Ansonsten gibt es für Rollstuhlfahrer und Bewohner, die keine Treppen mehr steigen können, nur die Möglichkeit, im Erdgeschoss zu wohnen.

Für den Fall, dass Sie im eigenen Haus leben und Treppen eine unüberwindbare Hürde für Sie darstellen, ist ein Treppenlift die richtige Lösung. Er lässt Sie die Treppen sicher und bequem überwinden und bringt Sie so komfortabel in die nächste Etage. Treppenlifte gibt es in zahlreichen Ausführungen und für nahezu jeden Treppentyp. Auch steile Stufen und enge Kurven sind in der Regel kein Hindernis für die Installation eines Treppenliftes. Jedes Produkt ist eine Maßanfertigung, die präzise auf Ihre Treppensituation zugeschnitten ist.

Treppenlifte bringen Ihnen ein Stück Mobilität und Unabhängigkeit in die eigenen vier Wände zurück. Viele ältere Menschen leiden unter Schmerzen im Knie beim Treppensteigen. Dieses Problem wird durch einen Treppenlift gemildert: Sie können den vorhandenen Wohnraum wieder vollumfänglich nutzen und sind beim Treppensteigen nicht auf fremde Hilfe angewiesen. Mehr nutzbare Wohnfläche bedeutet auch ein Mehr an Lebensqualität.

Barrierefreies Badezimmer

Um auch Rollstuhlfahrern die uneingeschränkte Nutzung des Badezimmers zu gewährleisten, müssen folgende Kriterien gegeben sein:

  • Ausreichend viel Platz vor der Toilette, Dusche oder Badewanne
  • Ein erhöhter Sitz auf der Toilette
  • Haltegriffe direkt neben der Toilette, Badewanne, Dusche und an anderen sinnvollen Stellen
  • Eine ebenerdige Dusche, die auch für Rollstuhlfahrer ausreichend groß ist
  • Ein Wannenlifter direkt neben der Wanne ermöglicht einen bequemen Einstieg.
  • Ein Wannensitz in der Badewanne sorgt für einen sicheren Halt
  • Der Boden sollte mit Anti-Rutsch-Belägen ausgelegt sein

Barrierefreie Küche

Auch hier gilt wie für alle anderen Räume: genug Platz ist die wichtigste Voraussetzung. Menschen mit Gehhilfen wie Rollatoren sollten möglichst viele Tätigkeiten im Sitzen ausführen. Weiterhin sind folgende Kriterien empfehlenswert:

  • Regale und Schalter dürfen nicht zu hoch angebracht und sollten bequem im Stehen erreichbar sein, ohne einen Hocker o.ä. zusätzlich zu benötigen
  • Um nicht lange an der Arbeitsplatte stehen zu müssen, sollte ein Stehhocker genutzt werden
  • Komfort und Halt bietet ein Handlauf entlang der Arbeitsplatte
  • Schubladen mit Leichtlauf-Vollauszügen erleichtern das Öffnen
  • Fahrbare Möbelelemente sind bei eingeschränkter Beweglichkeit sehr vorteilhaft

Barrierefreies Wohnzimmer

Wenn folgende Kriterien gewährleistet sind, ist ein Wohnzimmer seniorengerecht eingerichtet:

  • Das Wohnzimmer sollte ausreichend viel Platz für die Verwendung eines Rollstuhles oder Rollators bieten
  • Möbel sollten eine einwandfreie Standsicherheit gewährleisten
  • Aufrichthilfen neben Sesseln, Stühlen und Sofas erleichtern das Aufstehen
  • Lose Kabel sind eine Stolperfalle, spezielle Kabelleisten schützen vor Stürzen (mehr Informationen zur Sturzprophylaxe)
  • Lose Teppichkanten sind zu entfernen: auf rutschhemmenden Teppichboden und festen Bodenbelag achten
  • Ablagen und Schalter in einer erreichbaren Höhe ermöglichen die problemlose Nutzung ohne Steighilfe

Mobiltät steigern: Barrierefreies Schlafzimmer

Die Kriterien für ein seniorengerechtes Wohnzimmer gelten auch für das Schlafzimmer. Speziell beim Schlafzimmer sollten aber noch folgende Punkte Beachtung finden:

  • Ein höhenverstellbares Bett erlaubt einen komfortablen Ein- und Ausstieg
  • Das Bett sollte von mindestens drei Seiten zugänglich sein
  • Der Lichtschalter und andere wichtige Schalter direkt am Bett machen das Aufstehen überflüssig

Alle oben aufgeführten Punkte ermöglichen es Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit, wieder mobiler zu werden und ihre Wohnung oder ihr Haus erneut vollumfänglich zu nutzen. Wie die erforderlichen Umbauten dafür am besten geplant und vorgenommen werden können, erläutern Ihnen auch unsere Tipps in unserem Beitrag Wohnen im Alter.


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